Kampf gegen Moskitos in Miami

Reisewarnung für Schwangere Erste Zika-Direktinfektionen in Miami

Stand: 23.05.2018 19:04 Uhr

Die Behörden in Florida haben eine lokale Übertragung und Ausbreitung des Zika-Virus in Miami bestätigt. Am Touristenstrand South Beach seien fünf Menschen durch die Überträgermücke infiziert worden. Für Schwangere gibt es eine Reisewarnung.

Das Zika-Virus hat sich in einem weiteren Teil des US-Festlandes ausgebreitet. Am beliebten Touristenstrand South Beach in Miami seien fünf Menschen durch die Überträgermücke infiziert worden, sagte Floridas Gouverneur Rick Scott. Unter den neu Infizierten sind den Angaben zufolge auch drei Touristen. Die neue Entwicklung führte umgehend dazu, dass die US-Gesundheitsbehörde CDC Schwangere offiziell vor Reisen auch dorthin warnte.

Zuvor war bereits Miamis Künstlerviertel Wynwood als Übertragungsgebiet für Zika eingestuft worden. Auch nach Wynwood sollten Schwangere weiterhin nicht kommen, hieß es in einer Erklärung.

In den USA bisher nur indirekte Übertragungen

Bisher hatte sich das Virus auf dem US-Festland nur über Reisende ausgebreitet, die infiziert aus Zika-Regionen zurückkehren. Gesundheitsexperten hatten schon länger befürchtet, dass Gelbfiebermücken (Aedes aegypti), die das Virus in sich tragen, eine Ausbreitung der Infektion in den USA zur Folge haben könnten. Zuvor hatten sich Betroffene im Land nur bei Reisen in von Zika betroffene Regionen oder beim Sex mit einem infizierten Partner angesteckt.

Das Zika-Virus hat in den vergangenen Monaten seinen Weg von Südamerika über die Karibik nach Florida gefunden. Die Symptome sind oft geringfügig: Fieber, Ausschlag, Gelenkschmerzen und rote Augen. Manche Infizierte spüren auch gar nichts.

Inzwischen gilt als erwiesen, dass Zika bei Schwangeren schwere Schädelfehlbildungen der Kinder und neurologische Schäden verursachen kann. Zum Tod führt eine Infektion nur sehr selten.

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 2. August 2016 um 04:40 Uhr.

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