Chinas Präsident Xi und Nordkoreas Machthaber Kim bei ihrem Treffen in Peking | Bildquelle: AFP

Kim Jong Un in China Keine Abrüstung auf dem Silbertablett

Stand: 28.03.2018 16:12 Uhr

Erst Raketentests und verbales Säbelrasseln, nun in China milde Worte - Nordkoreas Machthaber Kim setzt offenbar auf Entspannung. Wie weit er mit der Abrüstung aber gehen würde, ist unklar.

Es sind ganz neue Töne, die der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un nach den Raketentests der letzten Monate anschlägt: Ein geplantes Treffen mit Südkoreas Präsidenten Moon Jae In, ein Gipfel mit US-Präsident Donald Trump, auf den er sich freue und nun der Besuch beim Nachbarn China.

Und auch hier wieder eine Botschaft in Richtung Entspannung und Frieden: "Die Frage der Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel kann gelöst werden, wenn Südkorea und die USA auf unsere Bemühungen mit Wohlwollen reagieren, eine Atmosphäre des Friedens und der Stabilität schaffen, während gleichzeitig progressive und synchrone Schritte in Richtung des Friedens ergriffen werden", zitierte die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua Kim.

Daniel Satra, ARD Peking, zum Überraschungsbesuch von Kim Jong-Un in China
tagesschau 12:00 Uhr , 28.03.2018

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Atomprogramm als Rückversicherung

Doch wie ernst meint es der nordkoreanische Machthaber mit dem Abbau von Atomwaffen? Schließlich sei sein Raketen- und Atomwaffenprogramm seine Rückversicherung, sagt ARD-Korrespondent Daniel Satra. Ohne dieses Programm wäre sein Regime nach Meinung vieler Experten nicht stabil - weder nach innen noch nach außen. Daher setze Kim - wie er auch betont - auf das Entgegenkommen der USA und Südkoreas.

In den ersten Berichten nordkoreanischer Medien über Kims Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping war von Denuklearisierung keine Rede. Das lässt Experten daran zweifeln, dass Kim das Programm komplett aufgibt. Viel eher denken sie, dass der Machthaber eine nuancierte und langfristige Annäherung anstrebt, um in den Augen seines Volkes als Sieger dazustehen.

Ziel: als Sieger dastehen?

"Kim Jong Un würde versuchen, die Idee zu propagieren, er habe die USA und die internationale Gemeinschaft zur Aufgabe bewegt, weil er über Atomwaffen verfügt", sagt Kim Hyung Suk, Südkoreas ehemaliger Vize-Vereinigungsminister. "Wenn die Gespräche gut laufen, können die Sanktionen gelockert werden, und die Wirtschaft wächst. Dann würde das Volk Kims Entscheidung für eine Denuklearisierung verstehen und sehr unterstützen."

China bestätigt Besuch von Kim Jong Un
nachtmagazin 00:30 Uhr, 29.03.2018, Daniel Satra, ARD Peking

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"Kim Jong Un muss dem nordkoreanischen Volk gar nichts verkaufen", sagt hingegen Michael Madden, Nordkorea-Experte der Johns Hopkins Universität. Eine Denuklearisierung werde ja mindestens zehn Jahre dauern, argumentiert er. Der Führung in Pjöngjang schwebe wahrscheinlich eher eine ganze Reihe von Vereinbarungen zu dem Thema vor als ein oder zwei große Abkommen.

Bedeutung Chinas demonstrieren

Dass Kim solche Botschaften ausgerechnet bei einem Überraschungsbesuch in China aussendete - zugleich auch noch sein erster Auslandsbesuch seit der Machtübernahme 2011 - zeigt vielen Beobachtern zufolge, wie wichtig das Nachbarland für Nordkorea sei. So könnte Kim beabsichtigt haben, mögliche chinesische Befürchtungen zu zerstreuen, bei der Annäherung an Washington und Seoul außen vor gelassen zu werden. Mit Blick auf die bevorstehenden Treffen mit Moon und Trump habe Kim sich dabei auch Rückendeckung holen wollen.

Bei den Gesprächen zwischen den beiden Machthabern waren auch deren Ehefrauen anwesend. | Bildquelle: REUTERS
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Bei den Gesprächen zwischen den beiden Machthabern waren auch deren Ehefrauen anwesend.

"Die Wiederherstellung der nordkoreanisch-chinesischen Beziehungen wird Kim Jong Un voraussichtlich größere Verhandlungsstärke bei den Treffen mit Südkorea im April und mit den USA im Mai geben", schrieb etwa Südkoreas Zeitung "Hankyoreh".

Das chinesische Außenministerium berichtete, dass beide Führer viele Übereinstimmungen erreicht hätten. Eine Lockerung der Sanktionen wurde aber ausgeschlossen.

Trump will Sanktionen vorerst nicht lockern

Ungeachtet der Signale aus Nordkorea zeigt sich US-Präsident Trump bislang unnachgiebig. Auf Twitter schrieb er, dass er von Xi über das Treffen mit Kim unterrichtet worden sei, welches "sehr gut" verlaufen sei. Demnach freue sich Kim auf den erwarteten Gipfel. In der Zwischenzeit müssten aber "maximale Sanktionen und Druck leider" unbedingt aufrechterhalten werden.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders hatte bereits am Dienstagabend erklärt, die jüngsten Entwicklungen seien ein weiterer Beweis dafür, dass Trumps Kampagne des maximalen Drucks eine "angemessene Atmosphäre" für einen Dialog mit Nordkorea schaffe.

Jan Philipp Burgard, ARD Washington, zu einem Treffen von Kim und Trump
nachtmagazin 00:30 Uhr, 29.03.2018

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. März 2018 um 12:00 Uhr und 14:00 Uhr.

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