Bergsteigen Alpen | Bildquelle: REUTERS

UNESCO-Entscheidung Bergsteigen wird Weltkulturerbe

Stand: 12.12.2019 12:53 Uhr

Krabbenfischen, die Falknerei und der Orgelbau stehen bereits drauf - und jetzt auch das Bergsteigen. Die UNESCO hat die Tradition des Alpinismus auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Von Tal zu Gipfel und das zu Fuß. Bergsteigen ist fortan ein immaterielles Weltkulturerbe. Das gab die UNESCO auf ihrer Konferenz im kolumbianischen Bogota bekannt. Frankreich, Italien und die Schweiz hatten die Bewerbung eingereicht.

Damit reiht sich Bergsteigen in die weltweit fast 443 Titel umfassende UNESCO-Liste von immateriellen Traditionen ein und befindet sich in illustrer Gesellschaft. So wurden unter anderem auch schon die Krabbenfischerei aus Belgien oder das Pizzabacken aus Italien zum Weltkulturerbe erklärt. Aus Deutschland wurden bereits mit der Falknerei, dem Blaudruck, dem Orgelbau und dem Genossenschaftswesen vier Traditionen zum Weltkulturerbe erklärt.

"Werte des Miteinanders"

"Das Klettern und Wandern im Gebirge basiert auf vielfältigem Wissen über die Natur- und Wetterverhältnisse sowie die eigenen körperlichen Fähigkeiten", erklärte die deutsche UNESCO-Kommission in Bonn dazu. So betone der Alpinismus "Werte des Miteinanders und des verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur."

Dattelpalmen und Almauftrieb werden auch Weltkulturerbe

Die UNESCO-Kommission nahm jetzt auch den Almauf- und -abtrieb von Schafen und Ziegen in Österreich und ähnliche Traditionen in Griechenland und Italien, sowie die Kultivierung der Dattelpalmen in Ägypten in die Weltkulturerbe-Liste mit auf.

Der UNESCO-Ausschuss berät noch bis Sonntag in Bogotá über die Aufnahme weiterer Traditionen. Seit 2003 unterstützt die UN-Kultur- und Bildungsorganisation den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt der traditionellen Kulturformen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. Dezember 2019 um 14:00 Uhr in den Nachrichten.

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