Tesla Cybertruck | Bildquelle: AFP

Tesla stellt "Cybertruck" vor Futuristisch, dreieckig, marstauglich

Stand: 22.11.2019 12:47 Uhr

Tesla hat den "Cybertruck" präsentiert: einen futuristischen Pick-Up Truck. Tesla will kein Autohersteller sein, sondern Träume verkaufen. Das Fahrzeug soll sich auch im All bewähren können.

Von Katharina Wilhelm, ARD-Studio Los Angeles

Man nehme die Autos aus den "Mad Max"-Filmen, die fliegenden Taxis aus "Blade Runner" und vielleicht eine Prise Inspiration von der US-Armee. Der Mix daraus ergibt den "Cybertruck" - das neueste E-Auto aus der Schmiede von Tesla.

"Sieht einmalig aus", kommentierte Tesla Chef Elon Musk die Vorstellung des silberfarbenen Pick-Ups. Der Truck sieht im Gegensatz zu den sonst eher runden, aerodynamisch-anmutenden Tesla Modellen aggressiver aus, kantiger, bulliger. Bei diesem Auto hätten sie komplett designmäßig umgedacht, erklärt Musk. Das Gehäuse des "Cybertrucks" sei aus extrem harten, rostfreien Stahl gefertigt. Es diene als eine Art Exoskelett.

Tesla-Chef Elon Musk | Bildquelle: dpa
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Tesla-Chef Elon Musk stellte den futuristisch aussehenden Elektro-Pickup vor.

Tesla ist kein Autobauer im herkömmlichen Sinne, das macht Musk bei seinen Präsentationen gerne auf unkonventionelle Art und Weise klar. Zum Beweis, wie fest dieses neue Außenskelett ist, lässt er Tesla-Chefdesigner Franz von Holzhausen mit einem Vorschlaghammer auf die Wagentür einhämmern, ohne dass man eine Delle sehen kann. 

Aber auch auf der Straße soll das Auto überzeugen und in der besten Ausstattung sogar schneller starten als ein Porsche. Die Reichweite soll mit einer Batterieladung 800 Kilometer betragen.

Zerbrechliches Panzerglas - Panne bei der Präsentation

Nicht nur das Design des "Cybertruck" ist ungewöhnlich, auch die Präsentation des Elektro-Pick-ups sorgte für Aufsehen. Denn als Designchef Franz von Holzhausen die Festigkeit der Fensterscheiben demonstrieren wollte und eine Metallkugel gegen sie warf, zeigte das "Tesla-Panzerglas" Risse. "Das war vielleicht ein wenig zu stark", sagte Firmenchef Musk. Doch bei einem zweiten, sichtbar vorsichtigeren Wurf passierte das selbe.

Immerhin sei das Fenster nicht durchschlagen worden, kommentierte Musk. In Tests habe man alles Mögliche auf das Glas geworfen, bis hin zu einer Küchenspüle, "seltsam, dass es jetzt gebrochen ist, ich weiß nicht, warum". Auch auf der Bühne hielt eine Glasscheibe zuvor stand, als die Kugel auf sie fallengelassen wurde. Musk musste die Präsentation mit einem beschädigten Wagen hinter sich fortsetzen.

Dass Tesla das Auto in seiner SpaceX Dependance in Los Angeles enthüllt und nicht bei der gerade stattfindenden Auto Show, verrät ebenfalls viel darüber, wie Tesla sich selbst sieht: Weniger als Autohersteller, sondern auch ein bisschen als Traumfabrik und als Unternehmen, das vor allem coole Produkte auf dem Markt werfen will.

Die Begeisterung ist im Publikum spürbar. "Nimm' mein Geld", ruft ein Journalist Musk zu. Der grinst. Mission erfüllt, die Welt redet wieder über Teslas neueste Innovation.

 40.000 Dollar für das Einsteigermodell

Trotzdem will der kalifornische Konzern auch Autos verkaufen.  Dass Tesla nach dem etwas kleineren "Modell 3" nun wieder ein großes Auto anbieten möchte, ist für den US-Markt folgerichtig, denn in den USA machen Pick-Ups etwa 15 Prozent im Automarkt aus. Bei den Amerikanern heißt es nach wie vor "bigger is better".

Dabei soll der Preis noch relativ moderat ausfallen. Um die 40.000 Dollar (36.000 Euro) soll das Einsteigermodell kosten.  

Ob die Welt das futuristische Gefährt überhaupt braucht? Eigentlich egal, denn Musk hat Größeres mit dem "Cybertruck" vor. Wie schon der Name etwas verrät, geht es um nichts weniger als die Zukunft. Das Material sei dasselbe wie bei den SpaceX Rakete, also weltraumtauglich. Sollte es mit Musks angepeilter Marsmission klappen, sei der "Cybertruck" als Marsgefährt fest eingeplant.

Tesla stellt "Cybertruck" vor
Katharina Wilhelm, ARD Los Angeles
22.11.2019 08:40 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. November 2019 um 11:00 Uhr.

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