Zwei Carabinieri rekonstruieren den Unfallhergang. Blumen, Kerzen und Gedenkschmuck liegen am Ort des Unfalls.  | Bildquelle: dpa

Sechs Tote in Südtirol Trauer nach schwerem Verkehrsunfall

Stand: 05.01.2020 18:15 Uhr

Nach einem schweren Verkehrsunfall in Südtirol hat Bundeskanzlerin Merkel ihre Anteilnahme ausgesprochen. Sechs junge Menschen aus Deutschland starben. Die italienischen Behörden ermitteln wegen mehrfacher Tötung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erschüttert über das Unglück in Südtirol gezeigt. Sie trauere mit allen, "die dort heute Nacht Kinder, Geschwister, Freunde verloren haben". Sie sprach von einem "fröhlichen Abend, der in der Katastrophe" endete.

Drei Frauen und drei Männer starben, als ein Autofahrer in der Nacht zum Sonntag in eine Reisegruppe raste. Elf weitere Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Vier der Todesopfer kommen aus Nordrhein-Westfalen, ein Opfer wohnte in Hamburg, ein weiteres in Niedersachsen. Die Angehörigen seien auf dem Weg nach Italien, sagte ein Polizeisprecher in Bozen. Die Überlebenden würden noch am Sonntag abreisen.

Trauer und Ermittlungen nach schwerem Verkehrsunfall
Morgenmagazin, 06.01.2020, Andrea Moos, Rafael Torres, WDR

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Laschet dankt Rettungskräften

Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sprach Angehörigen und Betroffenen seine Anteilnahme aus. Es sei ein trauriger Tag für das ganze Land. Bei der Gruppe habe es sich um junge Menschen gehandelt, die "von einer Sekunde auf die andere aus dem Leben gerissen oder schwer verletzt" wurden.

Laschet dankte dem Landeshauptmann von Südtirol, den Rettungskräften, der Polizei, den Ärzten und Pflegern in den Krankenhäusern in Italien und Österreich. Die Opferschutzbeauftragte des Landes werde den betroffenen Familien beistehen.

"Neues Jahr beginnt mit schrecklicher Tragödie"

Ein Busfahrer hatte die Gruppe in der Nacht von einer Disco zurück zu ihrer Unterkunft gefahren. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, er habe noch versucht, den Fahrer zu warnen und mit dem Licht aufgeblendet. Es sei wahnsinnig schnell gegangen. Beim Landeskommando der Carabinieri hieß es, die Polizei ermittle den Hergang des Unglücks. Sie gehe nicht von einer absichtlichen Tat aus.

"Das neue Jahr beginnt mit dieser schrecklichen Tragödie", sagte der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher auf einer Pressekonferenz in Luttach. "Wir sind alle geschockt." An der Unfallstelle wurden Kerzen aufgestellt. 

Das Auswärtige Amt teilte mit, der deutsche Generalkonsul aus Mailand, Claus Robert Krumrei, sei vor Ort. Der deutsche Botschafter Viktor Elblin sei auf dem Weg an die Unglücksstelle. Mitarbeiter des Generalkonsulats unterstützten die Behörden bei der Betreuung der Betroffenen.

Gedenken an die Toten in Luttach | Bildquelle: AP
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An der Unfallstelle wurde der Opfer des Unfalls mit Kerzen gedacht.

Hoher Alkoholwert im Blut

Den Angaben der Polizei zufolge handelt es sich bei dem Fahrer um einen Mann aus der Region. Bei dem 27-Jährigen wurde ein Alkoholwert von fast zwei Promille im Blut festgestellt. Der Fahrer sei noch im Krankenhaus. Gegen ihn wird wegen mehrfacher Tötung im Straßenverkehr ermittelt. Bei einer Verurteilung würden ihm zwischen acht und zwölf Jahren Haft drohen.

Nach Medienberichten gab es bereits in der Vergangenheit Klagen darüber, dass Autos auf der Hauptstraße des Ortes zu schnell unterwegs sind. Luttach ist ein Dorf der Gemeinde Ahrntal, das etwas mehr als 1000 Einwohner hat. Die Gegend liegt in Italien an der österreichischen Grenze und ist als Ski- und Wintersportgebiet bekannt.

Südtirol: Auto fährt in Reisegruppe aus Deutschland
Jörg Seisselberg, ARD Rom
05.01.2020 11:38 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 05. Januar 2020 die tagesschau um 12:00 Uhr und B5 aktuell um 18:08 Uhr.

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