Zerstörte Kirche in Sri Lanka | Bildquelle: REUTERS

Nach Anschlägen in Sri Lanka Zahl der Toten steigt auf fast 300

Stand: 22.04.2019 09:20 Uhr

Die Zahl der Anschlagsopfer in Sri Lanka ist auf 290 gestiegen, darunter Dutzende Ausländer. Mehr als 500 Menschen wurden verletzt. Weiterhin ist unklar, wer hinter den Bombenattentaten steckt.

Nach den Bombenanschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka ist die Zahl der Todesopfer auf 290 gestiegen. Mehr als 450 Menschen wurden verletzt.

Am Ostersonntag hatte es mindestens acht Explosionen gegeben, darunter drei in Kirchen und drei weitere in Luxushotels. Die meisten der Opfer sind Christen, die gerade die Ostermesse feierten. Darunter sollen mindestens 35 Ausländer sein. Ob es auch deutsche Opfer gibt, ist noch unklar.

Peter Gerhard, ARD Neu-Delhi zzt. Colombo, zu den Ermittlungen
tagesschau24 10:00 Uhr, 22.04.2019

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Mindestens sechs der Anschläge sollen von Selbstmordattentätern verübt worden sein. Gestern Abend fanden Polizisten in der Nähe des Hauptstadt-Flughafens noch einen weiteren Sprengsatz.

Im Fernsehen konnten die Menschen in Sri Lanka verfolgen, wie die Polizei Verdächtige festnahm. Schwer bewaffnet und mit Gasmasken über dem Kopf stürmten Polizisten ein Wohnhaus. 24 Menschen sollen mittlerweile in Polizeigewahrsam sein.

Polizeichef hatte vor Attentaten gewarnt

Der Premierminister des Landes, Ranil Wickremesinghe, sagte in einer Fernsehansprache, die Verdächtigen würden alle aus Sri Lanka stammen. Er wolle jedoch im Ausland um Unterstützung bitten, um herauszufinden, ob die Angreifer Verbindungen zum internationalen Terrorismus hätten. Sri Lanka werde nicht zulassen, dass der Terrorismus im Land "seinen Kopf erhebt", so der Regierungschef. Sämtliche Maßnahmen würden ergriffen werden, um den Terror "auszulöschen".

Vor einigen Tagen hatte Sri Lankas Polizeichef Pujuth Jayasundara noch vor möglichen Selbstmordanschlägen auf Kirchen gewarnt. Er habe Hinweise, dass eine lokale islamistische Terrorgruppe Attentate ausführen wollte. Jayasundara hatte sich dabei auf Informationen eines "ausländischen Geheimdiensts" berufen.

Die Hinweise des Polizeichefs gehen auf die radikal-islamische Gruppe NTJ zurück. Aber bislang war die kaum in Erscheinung getreten. Im letzten Jahr sollen sie Buddha-Statuen in Sri Lanka beschädigt haben. Für viele ist es allerdings kaum vorstellbar, dass diese Gruppe alleine diese blutigen Anschläge hat ausführen können.

Soziale Netzwerke wurden ausgeschaltet

Wickremesinghe sagte nun, es müsse dringend untersucht werden, warum es dennoch zu den Bombenattentaten habe kommen können. Alle Kraft würde nun in die Suche nach den Verantwortlichen gesteckt werden, so der Premier. Wichtig sei nun, "dass wir in den nächsten Tagen Frieden bewahren."

Deshalb wurden Ausgangssperren im Land verhängt. Damit sich die Stimmung nicht aufheizt, ließ die Regierung auch sämtliche Soziale Netzwerke abschalten.

Eigentlich wollten die Menschen in Sri Lanka in diesem Jahr feiern, zehn Jahre ist es her, dass der Bürgerkrieg, der mehr als 25 Jahre im Land geherrscht hatte, vorüber ist. Nun ist der Terror zurück auf der Insel.

Mit Informationen von Silke Diettrich, ARD-Studio Neu Delhi

Sri Lanka einen Tag nach den Anschlägen
Silke Diettrich, ARD Neu-Delhi
22.04.2019 07:33 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. April 2019 um 10:00 Uhr.

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