Kontrolle an der spanisch-portugiesischen Grenze während der Corona-Pandemie | JULIAN PEREZ/EPA-EFE/Shutterstoc

Regelung für Schengen-Raum Spanien öffnet Grenzen früher

Stand: 14.06.2020 14:45 Uhr

Spanien lässt EU-Bürger früher als zunächst geplant wieder einreisen. Laut Ministerpräsident Sánchez lässt der Verlauf der Corona-Pandemie dies zu. Nur eine Grenze bleibt länger dicht.

Von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Ursprünglich war geplant, dass die aktuellen Einreiseregeln wegen der Coronavirus-Krise bis zum 1. Juli gelten. So lange sollten nur Menschen mit Erstwohnsitz in Spanien ins Land kommen oder Reisende mit anderem wichtigem Grund - aber explizit keine Touristen.

Oliver Neuroth ARD-Studio Madrid

Die EU-Kommission hatte den Mitgliedsstaaten empfohlen, die Grenzen schon morgen, am 15. Juni, wieder zu öffnen. So weit will Spanien nicht gehen, weil bis zum 21. Juni noch der Alarmzustand gilt und selbst Spanier nicht frei im Land reisen dürfen.

Die Entscheidung der spanischen Regierung sieht nun so aus: Mit dem Alarmzustand enden auch die Einreisebeschränkungen für Bürger des Schengen-Raums, auch muss dann niemand mehr in Quarantäne. Der Verlauf der Pandemie lasse dies zu, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez.

Portugals Regierung verärgert

Nur die Landgrenze zu Portugal bleibt noch bis Ende des Monats geschlossen. Diese Entscheidung traf laut portugiesischen Medienberichten die Regierung in Lissabon. Sie sei verstimmt darüber, dass Spanien die Grenzöffnung am 21. Juni ohne vorherige Absprache verkündet habe. Portugals Regierung wolle deshalb am ursprünglichen Termin festhalten und die Grenze zu Spanien erst am 1. Juli im Rahmen eines Staatsaktes öffnen. Daran sollen auch der spanische König und der portugiesische Staatspräsident teilnehmen.

Ab morgen dürfen schon einige deutsche Urlauber nach Mallorca und die anderen drei Balearen-Inseln reisen. Sie sind Teilnehmer eines Pilotprojekts, mit dem die Regionalregierung der Balearen und Hotels die strengen Sicherheitsprotokolle testen, die wegen der Corona-Pandemie für Touristen gelten.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 14. Juni 2020 um 14:12 Uhr.

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KOMMENTARE

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Anna-Elisabeth 14.06.2020 • 22:47 Uhr

@22:07 von Sisyphos3 21:21 von harpdart

//21:21 von harpdart Dass Armut lebensverkürzend ist, sollte Ihnen bekannt sein." Ja, das ist mir bekannt . die Gründe ?? auch "Arme" sind krankenversichert auch die könnten zur Vorsorgeuntersuchungen gehen sind ja frei ... wie hoch ist der Raucheranteil in einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen wie sieht es mit Übergewicht aus wie mit sportlicher Betätigung .... zum um den Block rennen benötigt man kein Geld// Sie klotzen mal wieder richtig mit Vorurteilen einerseits und scheinbarer(?) Ahnungslosigkeit andererseits. Geldsorgen bedeuten Stress (ungesund). Oft harte körperliche Arbeit (physischer Verschleiß). Wohnen in beengten Verhältnissen und an verkehrsreichen Straßen (Stress UND ungesund). Um nur einige wenige von vielen Aspekten zu nennen.