Cristiano Ronaldo | Bildquelle: AP

Steuerhinterziehung Ronaldo zu Bewährungsstrafe verurteilt

Stand: 22.01.2019 16:35 Uhr

Fußballstar Cristiano Ronaldo ist der Steuerhinterziehung schuldig gesprochen worden. Ins Gefängnis muss er nicht - seine Anwälte hatten sich schon zuvor mit der Staatsanwaltschaft geeinigt.

Von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Schon vorab hatten Ronaldos Anwälte einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ausgehandelt: Der Fußballer gesteht, Steuern hinterzogen zu haben, zahlt eine Summe von fast 19 Millionen Euro und wird im Gegenzug nur zu einer Gefängnisstrafe von 23 Monaten und 30 Tagen verurteilt. In Spanien ist es üblich, dass Haftstrafen unter zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden.

Die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte hatte Ronaldo vorgeworfen, während seiner Zeit bei Real Madrid über Briefkastenfirmen rund 15 Millionen Euro Steuern nicht gezahlt zu haben. Es geht um Einnahmen aus Bild- und Werberechten. Zum Start des Gerichtsverfahrens vor anderthalb Jahren hatte Ronaldo noch erklärt, er habe niemals etwas verschwiegen und auch niemals die Absicht gehabt, Steuern zu hinterziehen.

Cristiano Ronaldo und Freundin Georgina Rodríguez | Bildquelle: AFP
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Ronaldo erschien mit Freundin Georgina Rodríguez vor Gericht.

"Es geht mir blendend"

Ronaldo musste heute persönlich vor Gericht in Madrid erscheinen. Er fuhr in einem schwarzen Van vor und gab seinen wartenden Fans Autogramme. Journalisten sagte er: "Es geht mir blendend!"

Der Fall Ronaldo gehörte zu den spektakulärsten Verfahren wegen Steuerhinterziehung im spanischen Profi-Fußball. Auch der argentinische Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona war wegen Steuerbetrugs verurteilt worden - zu einer Haftstrafe von 21 Monaten und einer Geldstrafe von gut zwei Millionen Euro. Auch Messi musste nicht in Gefängnis.

Steuerhinterziehung im großen Stil: Cristiano Ronaldo entgeht Gefängnisstrafe
Oliver Neuroth, ARD Madrid
22.01.2019 16:40 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. Januar 2019 um 15:45 Uhr.

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