Zerstörungen in Ghouta | Bildquelle: YOUSSEF BADAWI/EPA-EFE/REX/Shutt

UN zur Lage in Ost-Ghouta "Die Menschen harren in Kellern aus"

Stand: 06.03.2018 13:32 Uhr

Die UN haben die Angriffe verurteilt, die zum Abbruch einer Hilfslieferung in Ost-Ghouta führte. Im Gespräch mit tagesschau24 beschrieb UNICEF-Mitarbeiterin Charbonneau die Situation vor Ort als grauenhaft.

In Syrien sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerkes UNICEF seit Jahresbeginn mindestens 1000 Kinder getötet worden. In der von der syrischen Luftwaffe massiv bombardierten Rebellen-Enklave Ost-Ghouta harren viele Menschen bereits seit vier Wochen in Kellern aus.

Die UN hatten nun einen ersten Hilfskonvoi in die umkämpfte Region nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus geschickt. 14 von 46 Lastwagen konnten wegen anhaltenden Beschusses der Stadt Duma nicht entladen werden. Nach fast neun Stunden in dem Ort haben die Helfer entschieden, aus Sicherheitsgründen wieder abzufahren. Die Gewalt offenbare einen "Mangel an Respekt für die Waffenruhe" und die Missachtung von Sicherheitsgarantien für den Konvoi, teilte das UN-Nothilfebüro OCHA mit.

Hilfseinsatz in Ost-Ghouta vorzeitig beendet
tagesschau 20:00 Uhr, 06.03.2018, Daniel Hechler, ARD Kairo

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Zu wenig zu essen, zu wenig Medikamente

Ninja Charbonneau, Pressesprecherin von UNICEF, sagte im Gespräch mit tagesschau24, es sei die erste Hilfslieferung, die Ost-Ghouta seit Eskalation der Kämpfe Mitte Februar erreicht hat. Das sei erstmal die gute Nachricht. "Wir werden diese Hilfe fortsetzen, sobald es möglich ist. Wir haben die Zusagen, dass in den nächsten Tagen noch weitere Hilfskonvois starten können", so Charbonneau. "Die Sicherheitslage muss das aber auch erlauben."

Ninja Charbonneau, Pressesprecherin UNICEF, zur Hilfelieferung nach Syrien
tagesschau24 11:00 Uhr, 06.03.2018

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Die Situation in Ost-Ghouta beschreibt sie als grauenhaft. "Die UNICEF-Helfer, die gestern bei dem Hilfskonvoi mit dabei waren, haben von großer Angst und Verzweiflung der Familien berichtet. Sie haben Angst um das Leben ihrer Kinder. Sie berichten, dass sie seit Wochen nur noch im Keller leben, dass sie zu wenig zu Essen haben. Es fehlen Medikamente. Es gibt kaum Trinkwasser." UNICEF fordere, dass die Waffenruhe von 30 Tagen, wie sie in der UN-Resolution vereinbart wurde, eingehalten werde.

Seit sieben Jahren Krieg

Charbonneau wies auf die Folgen des Krieges für Kinder hin. Die Kinder hätten den UNICEF-Helfern "schlimmste Geschichten" von Traumatisierungen auch in anderen Landesteilen Syriens erzählt. Sie berichtete von Kindern, die dabei waren, als ihre Schule bombardiert wurden, die erlebt haben, wie ihre Familienmitglieder ums Leben gekommen sind. "Kinder leiden schon seit fast sieben Jahren unter diesem Krieg", so Charbonneau. Es gebe eine ganze Reihe von Kindern in Syrien, die gar nichts anderes kennen würden als Krieg und Gewalt oder Vertreibung.

Rund 400.000 Menschen sind in Ost-Ghouta seit Jahren eingeschlossen. Das Gebiet wird von radikal-islamischen Milizen kontrolliert, die Medienberichten zufolge vor allem von Saudi-Arabien unterstützt werden.

Über dieses Thema berichteten am 06. März 2018 tagesschau24 um 11:30 Uhr in einem Schwerpunkt und die tagesschau um 12:00 Uhr.

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