Meghan wird von britischen Politikerinnen verteidigt  | Bildquelle: dpa

Offener Brief von Abgeordneten Unterstützung für Herzogin Meghan

Stand: 30.10.2019 18:15 Uhr

Als Schauspielerin war Meghan Markle Rummel gewohnt. Doch seit ihrer Hochzeit mit Prinz Harry sieht sie sich Attacken der Boulevardpresse ausgesetzt. Nun bekam sie Unterstützung von weiblichen Abgeordneten.

Von Thomas Spickhofen, ARD-Studio London

Das sind "geschmacklose" Geschichten, heißt es in dem offenen Brief der Parlamentarierinnen. Es sei ein Einbruch in die Privatsphäre, angereichert mit "kolonialen Untertönen". Eine ungewöhnliche Allianz hat sich im Unterhaus zusammengefunden, um Meghan, die Ehefrau von Prinz Harry, zu unterstützen: 72 weibliche Abgeordnete unterschiedlichster Herkunft und aus verschiedenen Parteien. "Wir sind solidarisch mit Meghan", sagen sie. Und: "Wir verurteilen den Umgang der Presse mit ihr."

"Die Presse macht Euer Leben kaputt"

In einer Dokumentation ihrer Afrika-Reise war kürzlich eine traurige und desillusionierte Meghan zu sehen. Ihre britischen Freunde hätten sie gewarnt, sagte Meghan. Harry sei bestimmt toll, aber heirate ihn nicht, hätten die Freunde gesagt. "Die britische Boulevardpresse macht Euer Leben kaputt."

Meghan wird von britischen Politikerinnen verteidigt | Bildquelle: AFP
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Herzogin Meghan wurde von Freunden vor der Presse gewarnt.

Sie habe das nicht für möglich gehalten, erklärte die Herzogin von Sussex, sie kenne das aus Amerika nicht, vielleicht sei das naiv gewesen. Sie sei nie davon ausgegangen, dass es leicht werde, sagt Meghan, aber sie habe gedacht, es ginge fair zu. Jetzt aber sei es kompliziert, erklärte die 38-jährige, frisch gebackene Mutter, und dabei stockt ihr ein bisschen die Stimme. Lakonisch fügte Meghan noch hinzu: Sie nehme jetzt jeden Tag so, wie er komme.

72 Abgeordnete schrieben Brief

"Wir verstehen Deine Sorgen gut", schreiben die 72 Abgeordneten nun in dem Brief, "auch wenn unsere Rolle eine andere als Deine ist. Wir kennen es, dass Frauen in öffentlichen Ämtern herabgesetzt werden, um uns von unserer wichtigen Arbeit abzuhalten." Die Abgeordneten fordern die Presse auf, respektvoller mit Meghan umzugehen.

Harry und Meghan hatten bei der Rückkehr aus Afrika Anfang des Monats bereits juristische Schritte gegen mehrere Zeitungen angekündigt. Harry kritisierte vor allem die Boulevardpresse in scharfen Worten. Er sieht seine Frau einer, wie er es formuliert, "erbarmungslosen Kampagne" ausgesetzt. Im nächsten Monat wollen die beiden Royals eine sechswöchige Auszeit nehmen: Es soll eine Familienzeit mit Sohn Archie werden, der inzwischen fast sechs Monate alt ist.

Britische Politikerinnen unterstützen Herzogin Meghan
Thomas Spickhofen, ARD London
30.10.2019 16:52 Uhr

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