Paul Manafort, Ex-Wahlkampfmanager von US-Präsident Trump | Bildquelle: AFP

US-Gericht überzeugt Manafort hat gelogen

Stand: 14.02.2019 05:31 Uhr

Zweifel an der Wahrheitsliebe von Paul Manafort sind nicht neu. Nun hat ein US-Gericht den Ex-Wahlkampfchef von Trump offiziell der Lüge bezichtigt. Ihm droht nun eine noch längere Haftstrafe.

Der frühere Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, hat bei den Russland-Untersuchungen nach Überzeugung eines Gerichts gelogen. Bundesrichterin Amy Berman Jackson sah es als erwiesen an, dass Manafort "absichtlich mehrere Falschaussagen" gegenüber dem FBI, dem Team von FBI-Sonderermittler Robert Mueller und vor der Jury gemacht habe.

Paul Manafort mit Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung | Bildquelle: REUTERS
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Paul Manafort mit Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung

Keine Aussicht auf Strafmilderung

Damit hätte der 69-Jährige gegen eine Vereinbarung mit der Justiz verstoßen, mit der ihm Strafminderung in Aussicht gestellt wurde. In der Gerichtsentscheidung hieß es, der Sonderermittler sei nicht mehr an seine Verpflichtungen aus dieser Vereinbarung gebunden, in der sich Manafort im vergangenen September zu umfassenden und wahren Aussagen verpflichtet hatte. Das gelte auch für die Zusage, sich für eine mildere Strafe für Manafort einzusetzen.

Manafort ist eine Schlüsselfigur in den Ermittlungen von Mueller. Im November war bekannt geworden, dass Muellers Team Manafort vorwirft, gelogen zu haben. Der Ex-Wahlkampfmanager wies die Anschuldigungen zurück.

Trump nennt Manafort einen "tapferen Mann"

Mueller untersucht mögliche Geheimabsprachen des Trump-Lagers mit Vertretern Russlands im US-Wahlkampf 2016. Trump weist vehement zurück, dass es solche Geheimabsprachen gegeben haben könnte. Er bezeichnet die Ermittlungen regelmäßig als "Hexenjagd".

Manafort war im August in einem Prozess wegen Steuerhinterziehung und Bankbetrugs in acht der 18 Anklagepunkte schuldig gesprochen worden. Trump hatte Manafort danach seinen Respekt ausgesprochen und ihn einen "tapferen Mann" genannt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Februar 2019 um 03:00 Uhr und 06:00 Uhr in den Nachrichten.

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