Venezuelas Staatschef Maduro bei der Militärparade. | Bildquelle: AFP

Venezuela Offenbar Anschlag auf Staatschef Maduro

Stand: 05.08.2018 02:20 Uhr

Venezuelas Präsident Maduro ist nach Regierungsangaben einem Sprengstoffanschlag entgangen. Auf Maduro sei ein Angriff mit Drohnen verübt worden, sagte der Kommunikationsminister des Landes.

Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro hat offenbar einen Anschlag während einer Militärparade unversehrt überstanden. Dies teilte Regierungssprecher Jorge Rodríguez in der Hauptstadt Caracas mit. Sieben Soldaten seien verletzt worden.

Bei der Übertragung im Staatsfernsehen war zuvor eine Explosion während der Rede Maduros vor Tausenden Soldaten zu hören gewesen. Fernsehbilder zeigten Soldaten und Zuschauer, die in Panik wegliefen, ehe die Übertragung abgebrochen wurde.

Sicherheitsbeamte schützen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro. | Bildquelle: dpa
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Sicherheitsbeamte schützen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro.

Attentat mit Drohnen?

Der Präsident unterbrach daraufhin seine Rede. "Das war ein Anschlag gegen die Person des Präsidenten Nicolás Maduro", sagte später Rodríguez im staatlichen Rundfunksender VTV. Der Präsident sei aber unverletzt geblieben und arbeite nun weiter. Nach den ersten Erkenntnissen seien bei dem Anschlag Drohnen eingesetzt worden, fügte er hinzu.

Das Attentat habe sich zum Abschluss der Militärparade ereignet. Nach Medienberichten waren die Drohnen mit Sprengstoff gefüllt.

Anschließend bezichtigte Maduro seinen kolumbianischen Amtskollegen Juan Manuel Santos der Urheberschaft des Attentatsversuchs. "Ein Teil der Verantwortlichen dieses Attentats sind bereits gefasst worden", sagte Maduro. Er sei sich sicher, dass man ihn ermorden wollte. "Ich hege keine Zweifel, dass dahinter die extreme Rechte und Juan Manuel Santos stecken", fügte der Sozialist hinzu.

Politische Krise

Venezuela leidet seit Langem unter einer schweren politischen und humanitären Krise. Das Land mit den größten Ölreserven der Welt leidet unter Hyperinflation, Hunderttausende Venezolaner sind in den vergangenen Monaten vor Elend und Unterdrückung in die Nachbarstaaten geflohen. Maduro wird das Errichten einer Diktatur vorgeworfen. Der Sozialist ließ sich im Mai für eine weitere fünfjährige Amtszeit im Amt bestätigen. Die Wahlen wurden von der Europäischen Union und anderen Staaten nicht anerkannt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. August 2018 um 02:15 Uhr.

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