Ein Mitglied der Rettungskräfte geht vor den Trümmern eines eingestürzten Hauses vorbei. | Bildquelle: dpa

Kroatien Weitere Erdstöße im Katastrophengebiet

Stand: 30.12.2020 12:24 Uhr

Bei dem verheerenden Erdbeben in Kroatien wurden zahlreiche Gebäude zerstört. Mindestens sieben Menschen sind nach bisherigen Angaben ums Leben gekommen. Jetzt kam es erneut zu Erdstößen in der betroffenen Region.

Nach dem Erdbeben in Kroatien haben am frühen Mittwochmorgen zwei weitere Erdstöße das Gebiet um die Kleinstädte Sisak und Petrinja erschüttert. Das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) gab die Stärken mit 4,8 und 4,6 an. Die Epizentren lagen erneut rund 45 Kilometer südöstlich von Zagreb. Von neuen Opfern wurde zunächst nichts bekannt.

Erdbeben sorgt für Verwüstung

"Was noch nicht von den Ruinen der Stadt heruntergefallen ist, ist jetzt heruntergefallen", sagte der Bürgermeister von Petrinja, Darinko Dumbovic, im staatlichen Fernsehen HRT. Das Erdbeben hatte am Dienstag mit einer Stärke von 6,4 das Zentrum von Petrinja und das der nahe gelegenen Kreisstadt Sisak verwüstet. Mindestens sieben Menschen waren ums Leben gekommen, unter ihnen ein zwölfjähriges Mädchen. 26 Menschen wurden verletzt. Viele weitere gelten als vermisst. In Sisak verursachte das Beben nach Angaben des dortigen Krankenhaus-Direktors zudem schwere Schäden am städtischen Hospital.

Zahl der Opfer nach Erdbeben in Kroatien steigt auf mindestens sieben
tagesschau 12:00 Uhr, 30.12.2020

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Das Erdbeben war auch in mehreren Nachbarländern Kroatiens zu spüren. In Slowenien wurde daraufhin das Atomkraftwerk Krsko abgeschaltet. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, wie eine Sprecherin der Anlage sagte.

Beschädigte Gebäude in der Stadt Petrinja | Bildquelle: AP
galerie

Besonders groß sind die Schäden in der Stadt Petrinja.

Die kroatische Regierung kündigte Beratungen über Hilfen für die Katastrophenregion an. Außerdem will sich der EU-Kommissar für Krisenhilfe, Janez Lenarčič, vor Ort ein Bild von der Lage machen. Auf Twitter kündigte er an, die EU werde "Winterzelte, elektrische Heizungen, Betten und Schlafsäcke ebenso wie als Unterkünfte nutzbare Container" nach Kroatien schicken.

Seismologen rechnen mit weiteren Beben

Insgesamt seien in den letzten 49 Stunden in Kroatien 38 Erdstöße verzeichnet worden, berichtete das Nachrichtenportal "jutarnji.hr". Bereits am Montag hatte die Erde zum ersten Mal gebebt. Erdstöße der Stärke 5,2 und 5,0 richteten zunächst nur Sachschaden an. Kroatische Seismologen rechnen mit weiteren Beben.

In Petrinja verbrachten viele Menschen die Nacht zum Mittwoch aus Angst vor weiteren Erdstößen im Freien oder in ihren Autos, berichteten kroatische Medien. Rund 200 Menschen wurden in einer Kaserne untergebracht. Derweil suchten Einsatzkräfte der Bergrettung in Petrinja und mehr als 80 angrenzenden Dörfern weiter nach möglichen Verschütteten. Die Nacht über sei niemand in den Trümmern entdeckt worden, sagte Bergrettungschef Josip Granic.

Mit Informationen von Clemens Verenkotte, ARD-Studio Wien.

Nachbeben und weitere Suche nach Überlebenden in Kroatien
Clemens Verenkotte, ARD Wien
30.12.2020 11:50 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Kroatien mit den Kleinstädten Sisak und Petrinja
galerie

Nach dem Erdbeben in Kroatien haben am frühen Mittwochmorgen zwei weitere Erdstöße das Gebiet um die Kleinstädte Sisak und Petrinja erschüttert.

Über dieses Thema berichtete am 30. Dezember 2020 die tagesschau um 12:00 Uhr und MDR Aktuell um 12:12 Uhr.

Darstellung: