Iranische Soldaten und Zivilisten suchen Schutz während eines Anschlags durch Bewaffnete in der Stadt Ahwes | Bildquelle: dpa

Angriff im Iran 24 Tote bei Anschlag auf Militärparade

Stand: 22.09.2018 13:04 Uhr

Ein folgenschwerer Anschlag auf eine Militärparade hat den Iran erschüttert. Mindestens 24 Menschen starben. Die Regierung reagierte mit Grenzschließungen und Drohungen.

Von Christian Buttkereit, ARD-Studio Istanbul

Alarmstimmung in Ahwas im Südwesten des Iran, nahe der Grenze zum Irak. Was als Parade zu Ehren von Militär und Revolutionsgarden begann, endete in einen Blutbad. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna schossen zwei Angreifer in Militäruniform aus einem Hinterhalt auf eine Militärparade der Revolutionsgarden. Auf einem Video eines Teilnehmers der Parade ist zu sehen, wie sich die marschierenden Soldaten auf die Straße werfen.

Natalie Amiri, BR, über den Anschlag auf die Militärparade im Iran
tagesschau 24 15:00 Uhr, 22.09.2018

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Augenzeugen berichten, der Angriff habe etwa eine halbe Stunde nach Beginn der Militärparade begonnen und ungefähr zehn Minuten gedauert. Offiziellen Angaben zufolge sollen mindestens 24 Menschen getötet und 53 verletzt worden sein. Unter den Toten soll sich ein Journalist befinden, unter den Verletzten eine Frau und ein Kind.

Die Angreifer seien geflüchtet, würden aber von Sicherheitskräften verfolgt. Das iranische Staatsfernsehen sprach von einem Terroranschlag. Wer die Angreifer waren, ist bislang ebenso unklar wie ihr Motiv. Allerdings erklärte eine sunnitische Gruppe namens al-Ahwasieh, dass sie für den Anschlag verantwortlich sei. Wenige Stunden nach der Tat bekannte sich allerdings auch die Terrormiliz IS über ihr Sprachrohr Amak zu dem Anschlag.

Grenzübergänge zum Irak geschlossen

Am 22. September gibt es in mehreren iranischen Städten Militärparaden. Sie erinnern an den Beginn des ersten Golfkrieges gegen den Irak heute vor 38 Jahren.

Dass der historische Tag und die Nähe zur irakischen Grenze in Zusammenhang mit dem Anschlag in Ahwas stehen, wird von den iranischen Sicherheitskräften offensichtlich nicht ausgeschlossen. Nach dem Anschlag wurden alle Grenzübergänge zum Irak bis auf weiteres geschlossen. Außenminister Javad Zarif machte auf Twitter regionale Terrorunterstützer sowie deren Hintermänner in den USA für den Anschlag verantwortlich.

Rouhani hält an Raketenprogramm fest

Irans Präsident Rouhani gestikuliert bei einer Rede | Bildquelle: AFP
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Irans Präsident Rouhani lehnt eine Reduzierung des Raketenprogramms ab.

An der gemeinsamen Parade von Militär und Revolutionsgaren in der Hauptstadt Teheran nahm auch Präsident Hassan Rouhani teil.

Er wiederholte in seiner Rede, dass die iranische Führung nicht bereit sei, ihr konventionelles defensives Verteidigungsprogramm aufzugeben oder zu reduzieren. "Unsere Verteidigungsmöglichkeiten nehmen Tag für Tag zu. Indem sich die USA über unsere Raketen ärgern, wissen wir den Wert dieser effektiven Waffen mehr zu schätzen denn je zuvor", sagte er.

US-Präsident Donald Trump hatte den Iran aufgefordert, nicht nur über das Nuklearprogramm des Landes neu zu verhandeln, sondern auch über konventionelle Waffen und die Rolle iranischer Militärs und Milizen in der Region. An die USA gerichtet sagte Rouhani: "Sie fordern uns auf, nicht in dieser Region zu agieren? Doch es sind doch sie, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen - um was zu tun?"

Anschließend wollte Rouhani zur UN-Vollversammlung nach New York aufbrechen. Am 22. September gibt es in mehreren iranischen Städten Militärparaden.

Anschlag auf eine Militärparade in Ahwas
tagesschau 17:50 Uhr, 22.09.2018, Natalie Amiri, BR

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Über dieses Thema berichtete am 22. September 2018 Deutschlandfunk um 12:26 Uhr und die tagesschau um 13:25 Uhr.

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