Beschädigte Boote im Hafen von Corpus Christi, Texas. | AP

Wirbelstürme in den USA Hawaii atmet auf - Notstand in Texas

Stand: 27.07.2020 17:17 Uhr

Die befürchteten Verwüstungen sind ausgeblieben: Hurrikan "Douglas" ist an Hawaii vorbeigezogen. Anders ist die Lage in Texas, wo Hurrikan "Hanna" wütet: Der US-Bundesstaat rief den Notstand aus.

Hurrikan "Douglas" hat Hawaii verschont. Wie der Nationale Wetterdienst der USA mitteilte, befand sich das Auge des Wirbelsturms am Sonntagabend US-amerikanischer Ortszeit rund 160 Kilometer nordwestlich von Honolulu, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaii. Die Meteorologen hoben die Hurrikan-Warnungen für alle Inseln auf.

Ein Bodysurfer wartet auf eine riesige Welle an einem Strand auf Hawaii. | AP

"Douglas" zog zwar vorbei, sorgte aber für große Wellen an den Stränden von Hawaii. Bild: AP

"Douglas" war der pazifischen Inselgruppe mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde gefährlich nahe gekommen, sodass zunächst mit schweren Verwüstungen und Überschwemmungen gerechnet wurde.

Nach Ansicht des US-Wetterdienstes hätten solche Schäden schon dann entstehen können, wenn der Sturm lediglich 30 bis 50 Kilometer weiter südlich auf Hawaii zugesteuert wäre. In Honolulu waren zwischenzeitlich Schutzunterkünfte geöffnet worden.

Notstand in Texas

Im Gegensatz zu Hawaii hatte Texas kein Glück. In dem US-Bundesstaat wurde wegen Hurrikan "Hanna" der Notstand ausgerufen. Der erste atlantische Sturm der Hurrikan-Saison hatte sich am Wochenende über Land zu einem Tiefdruckgebiet abgeschwächt. Allerdings warnte die US-Wetterbehörde weiter vor heftigem Regen und Überflutungen.

Vor allem in der Küstenregion waren Strommasten umgerissen und Häuser abgedeckt worden. Im Süden von Texas war bei mehr als 250.000 Haushalten der Strom ausgefallen.

Auch Mexiko betroffen

Der Sturm sorgte jedoch nicht nur in Texas für Verwüstung, sondern auch im Grenzgebiet von Mexiko. In der mexikanischen Stadt Reynosa wurde eine Geburtsklinik beschädigt und Wasser musste abgepumpt werden.

Teilweise fielen in der Region mehr als 300 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel. Berichte über Tote gab es bisher weder aus Texas noch aus Mexiko. In Mexiko werden jedoch vier Menschen vermisst.

Ein Satellitenbild des Hurrikans ''Hanna'' | NASA/HANDOUT/EPA-EFE/Shutterstoc

Ein Satellitenbild des Hurrikans ''Hanna'' Bild: NASA/HANDOUT/EPA-EFE/Shutterstoc

Meteorologen rechnen mit vielen Hurrikans

Über dem Atlantik erwartet die US-Wetterbehörde NOAA in diesem Jahr nach einer Vorhersage vom Mai eine überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison.

Von Juni bis Ende November sei mit bis zu zehn Hurrikans zu rechnen. Davon könnten bis zu sechs sehr starke Wirbelstürme werden.

Im Durchschnitt gibt es pro Jahr über dem Atlantik sechs Hurrikans, drei davon entwickeln sich zu Stürmen großer Stärke.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 27. Juli 2020 um 10:04 Uhr.