Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas | Bildquelle: dpa

Hurrikan "Dorian" Tote und Verletzte auf den Bahamas

Stand: 03.09.2019 09:09 Uhr

Der schwerste Hurrikan auf den Bahamas seit Beginn moderner Aufzeichnungen hat mindestens fünf Menschen in den Tod gerissen. Premierminister Minnis sprach von "beispielloser Verwüstung" und einer "historischen Tragödie".

Von Anne-Katrin Mellmann, ARD-Studio Mexiko-Stadt

Noch gibt es keine Entwarnung für die Bahamas. Schon seit Sonntagmittag hält Hurrikan "Dorian" den Norden der Inselgruppe gefangen. Zwischen Montag- und Dienstagmorgen bewegte sich der Monstersturm so gut wie gar nicht mehr voran, sondern blieb über der Insel Grand Bahama stehen.

Zwar stufte das Nationale Hurrikanzentrum in den USA den Sturm inzwischen von der höchsten Kategorie fünf auf die Kategorie drei ab, "Dorian" bleibe aber weiterhin ein "mächtiger Hurrikan". Noch immer erreicht der Sturm Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometer pro Stunde. Die Experten des Zentrums gingen davon aus, dass der Hurrikan der US-Küste von Dienstag- bis Mittwochabend "gefährlich nahe" kommen und anschließend in Richtung Norden weiterziehen werde.

Hurrikan Dorian sorgt für schwere Schäden auf den Bahamas
tagesschau 16:00 Uhr, 03.09.2019, Stefan Niemann, ARD Washington

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Tausende Notrufe gingen bei Behörden ein

Auf den zu den Bahamas zählenden Abaco-Inseln kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Vieles, was dem Sturm noch standgehalten hatte, wurde von mächtigen Atlantikwellen fortgerissen.

Landwirtschaftsminister Michael Pintard filmte in einem höher gelegenen Stockwerk seines stabil gebauten Wohnhauses die Wassermassen an den Fenstern. "Hier sieht man, wie das Wasser gegen meine Wohnzimmerfenster schlägt, die sehr hoch liegen. Auch gegen die Küchenfenster und an das Fenster über der Hintertür. Und das liegt etwa sieben Meter hoch", sagt er in dem Clip. "Das ist meine Situation. Ich habe Nachbarn, die in weitaus größerer Gefahr sind als ich und meine Familie."

Tausende Notrufe gingen bei Behörden ein. Es waren Hilferufe von Menschen, die im Sturm Tag und Nacht auf Hausdächern ausharrten, während die Fluten immer höher stiegen. Aber "wir können einfach nicht zu ihnen gelangen", so die Antwort des ohnmächtigen Polizeichefs im Radio.

Meterhohe Sturmflut

Viele Dächer zerfetzte der Wind. Die Häuser bieten keine Zuflucht mehr. Wer vor dem Eintreffen der meterhohen Sturmflut keine höher gelegenen Gebiete aufgesucht hatte, sitzt in der Falle.

Todesopfer haben die Behörden zunächst nur auf den Abaco-Inseln registriert. Auf ihnen leben etwa 17.000 Menschen. Grand Bahama, wo "Dorian" seit Montag wütet, zählt mehr als 50.000 Einwohner.

Hurrikan "Dorian" über den Bahamas | Bildquelle: AP
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Satellitenbild von Hurrikan "Dorian" über den Bahamas. Premierminister Hubert Minnis spricht von einer schrecklichen Tragödie.

Mindestens 13.000 Häuser zerstört

Premierminister Hubert Minnis sprach von einer schrecklichen Tragödie und bat seine Landsleute um Gottvertrauen. "Wir müssen uns jetzt auf die Hilfe für unsere betroffenen Brüder und Schwestern konzentrieren", sagte er. "Angesichts der Zerstörung bitte ich Sie, wenn Sie auf nicht betroffenen Inseln leben, öffnen Sie Ihre Häuser für diejenigen, die jetzt Hilfe brauchen." Minnis sagte, es lägen nun schwierige Zeiten vor dem Land. "Dem müssen wir vereint begegnen, helfen, heilen, Hoffnung spenden und Existenzen wieder aufbauen."

"Dorian", der stärkste Hurrikan, der je über den Bahamas gemessen wurde und einer der stärksten auf dem Atlantik, hat nach ersten Zählungen mindestens 13.000 Häuser zerstört. Dabei konnten die Rettungsteams noch gar nicht ausrücken. Erst am Dienstagmorgen Ortszeit, also fast zwei Tage, nachdem der Hurrikan die Bahamas traf, wird der Wirbelsturm nach Berechnungen des US-amerikanischen Hurricane Centers endlich von den Bahamas ablassen und in Richtung US-Küste weiterziehen. Dort wurden große Abschnitte bereits evakuiert.

Hurrikan "Dorian" richtet katastrophale Schäden auf Bahamas an
Anne-Katrin Mellmann, ARD Mexiko City
03.09.2019 05:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. September 2019 um 06:30 Uhr.

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