Blick auf die überschwemmte Stadt Ulsan | Bildquelle: AFP

Schäden und Stromausfälle Taifun "Haishen" wütet in Südkorea

Stand: 07.09.2020 13:44 Uhr

Beschädigte Gebäude, überflutete Straßen, Stromausfälle: Der Taifun "Haishen" hat den Südosten Südkoreas erreicht und dort für Chaos gesorgt. In Japan kam zuvor ein Mensch durch den Sturm ums Leben, es gab mehrere Verletzte.

Der Taifun "Haishen" hat in Südkorea für Chaos gesorgt. Häuser wurden beschädigt, Straßen überflutet, in Tausenden Haushalten fiel der Strom aus. Zuvor traf "Haishen" mit maximalen Windgeschwindigkeiten von bis zu 126 Kilometern pro Stunde in der Hafenstadt Ulsan im Südosten Südkoreas auf Land. Bis zum Morgen hatten wieder mehr als 11.500 der rund 17.600 betroffenen Haushalte Strom.

Blick auf zerstörte Gebäude in Ulsan | Bildquelle: AFP
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Zerstörte Gebäude in Ulsan: "Haishen" wütete hier mit mehr als 120 Kilometern pro Stunde.

Ein Verletzter in Busan

In der Küstenstadt Busan wurde nach Angaben des Innenministeriums eine Person verletzt, als ein Auto durch die heftigen Winde umkippte. Die Meteorologiebehörde warnte vor "sehr schwerem Regen und sehr starken Böen". Einsatzkräfte räumten umgestürzte Bäume und beschädigte Straßenschilder sowie Trümmer aus dem Weg. Mindestens 318 Flüge von und zu der Insel Jeju und auf dem Festland wurden gestrichen.

Hohe Welle prallen in einem Hafen auf einen Leuchtturm in Gyeongju | Bildquelle: dpa
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Hohe Wellen im Hafen Gyeongju: "Haishen" überflutete etliche Straßen.

Japan: Stromausfälle, ein Toter und mehrere Verletzte

Am Wochenende hatte der Taifun südliche Inseln Japans getroffen. Mindestens ein Mensch kam nach Behördenangaben bei einem Erdrutsch in der Region Miyazahki ums Leben, vier weitere werden noch vermisst.

Nach Angaben des Katastrophenschutzes gab es durch den Taifun insgesamt mindestens 20 Verletzte in Japan. Mehr als 300.000 Haushalte in Japan waren weiterhin ohne Strom. Vielerorts war auch der Verkehr noch lahmgelegt, Züge fielen aus und die meisten Inlandsflüge Richtung Südwesten wurden gestrichen.

Blick auf Zerstörungen durch den Taifun im japanischen Miyazaki | Bildquelle: AP
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Zerstörungen im japanischen Miyazaki. Hier gab es einen Erdrutsch, vier Menschen werden noch vermisst.

"Haishen" auf dem Weg nach Nordkorea

"Haishen" bewegte sich an der Ostküste der koreanischen Halbinsel weiter Richtung Norden. Er wird voraussichtlich gegen Mitternacht Ortszeit im nordkoreanischen Chongjin erneut auf Land treffen, wie die südkoreanische Wetterbehörde mitteilte. Der Taifun verlor inzwischen etwas von seiner zerstörerischen Kraft, Windböen hatten aber weiter eine Stärke von bis zu 126 Kilometern pro Stunde.

Erst in der vergangenen Woche war der Taifun "Maysak" über die Region hinweggezogen. Vor der japanischen Küste war dabei ein Frachter gesunken. Nur zwei der 43 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, bevor wegen des herannahenden "Haishen" die Suche abgebrochen werden musste.

Stromausfälle und Evakuierungen_ Taifun fegt über Ostasien
Kathrin Erdmann, ARD Tokio
07.09.2020 10:47 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. September 2020 um 11:00 Uhr.

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