Gran Canaria Waldbrand | Bildquelle: AFP

Waldbrände auf Gran Canaria "Das Feuer verliert an Potenzial"

Stand: 20.08.2019 14:06 Uhr

Abflauender Wind und fallende Temperaturen verschaffen den Feuerwehrleuten auf Gran Canaria eine Atempause. Der Waldbrand hat den Behörden zufolge an Kraft verloren.

Wie die kanarischen Behörden mitteilten, hat der Wetterumschwung in der vergangenen Nacht dazu beigetragen, den Waldbrand auf Gran Canaria einzudämmen. Ein Sprecher sagte, der Wind habe nachgelassen, daher sei die Nacht "entgegen unseren Erwartungen sehr gut verlaufen". Auch der Regionalpräsident der Insel, Ángel Víctor Torres, äußerte sich vorsichtig optimistisch, der Brand habe "an Stärke verloren". "Das Feuer verliert an Potenzial", so der Politiker.

Das Naturschutzgebiet Inagua blieb von dem Feuer verschont. Im Naturpark Tamadaba waren die Zerstörungen "geringer als wir zunächst befürchtet hatten", so Morales. Weil der Naturpark als "grüne Lunge der Insel" gilt, hatte die Umweltorganisation WWF von einer Umwelt-Trägödie gesprochen.

Derweil waren am Morgen wieder zahlreiche Löschflugzeuge und Hubschrauber in die Luft gestiegen, um gegen die Flammen in den Bergen der spanischen Urlaubsinsel zu kämpfen. Hunderte Feuerwehrmänner und Helfer waren wieder im Einsatz.

Gran Canaria Waldbrand | Bildquelle: NASA EARTH OBSERVATORY HANDOUT/E
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Der Waldbrand aus dem All. Das Foto hat die NASA nachcoloriert. Quelle: NASA

Der dritte Brand in zehn Tagen

Nach der bishehrigen Schadensbilanz sind bislang 12.000 Hektar niedergebrannt. Etwa 10.000 Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Es ist bereits der dritte Brand auf Gran Canaria binnen zehn Tagen. Erst vergangene Woche hatte die Feuerwehr einen Waldbrand in derselben Region im Zentrum der Kanaren-Insel unter Kontrolle gebracht.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 20. August 2019 um 12:43 Uhr.

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