Das französische AKW Flamanville | Bildquelle: REUTERS

Französisches AKW Flamanville Reaktor nach Explosion vom Netz

Stand: 09.02.2017 15:15 Uhr

Im französischen AKW Flamanville ist ein Reaktor nach einer Explosion heruntergefahren worden. Behörden geben Entwarnung: Es bestehe keine nukleare Gefahr. Doch die hohe Pannenquote bei französischen Meilern ist ein altbekanntes Streitthema.

Im nordfranzösischen Atomkraftwerk Flamanville hat es eine Explosion gegeben. Das teilten französische Behörden mit, versuchten aber gleichzeitig zu beruhigen: "Es handelt sich um einen bedeutsamen technischen Vorfall, aber nicht um einen Atomunfall." Trotzdem wurde einer der beiden Reaktoren des AKW vom Netz genommen.

EDF, der Betreiber des AKW gab über den Nachrichtendienst Twitter ebenfalls bekannt, dass der Vorfall "keine Auswirkungen für Sicherheit und Umwelt" habe.

EDF Officiel @EDFofficiel
A @EDFFlamanville 1, départ de feu maîtrisé en zone non nucléaire. Aucune victime et pas de conséquence pour la sûreté et l'environnement.

"Keine nukleare Gefahr"

Auch die Präfektur des Departements Manche betonte kurz nach dem Zwischenfall, es bestehe "keine nukleare Gefahr" für die Bevölkerung. Eine Überhitzung im nicht-nuklearen Teil des Werks habe einen Brand ausgelöst, der zu der Explosion geführt habe, sagte Präfekt Jacques Witkowski. Fünf Mitarbeiter hätten Rauch eingeatmet. Damit bestätigte Witkowski vorangegangene Medienberichte über mehrere leicht verletzte Personen.

Das AKW Flamanville befindet sich in der Normandie und liegt direkt am Ärmelkanal. Zu dem Werk zählen zwei Reaktoren aus den Jahren 1985 und 1986, ein dritter Reaktor wird derzeit gebaut. Er soll Ende 2018 in Betrieb gehen.

Immer wieder Pannen in Frankreichs Kraftwerken

Insgesamt gibt es in Frankreich 58 Atomreaktoren. Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen und Störungen. Im vergangenen Oktober hatte die französische Atomaufsicht darum die Abschaltung von fünf Kernreaktoren angeordnet, darunter das AKW Fessenheim, der Druckwasserreaktor Civeaux 1, ein Reaktor im nordfranzösischen Gravelines sowie zwei weitere im südostfranzösischen Kraftwerk Tricastin.

Die hohe Pannenquote in französischen Meilern war wiederholt angeprangert worden: So hatte etwa im März 2016 ein Expertenteam ein Gutachten veröffentlicht, demzufolge kein einziges der französischen AKW ohne Mängel sei.

Matthias Werth, ARD Paris, zum Vorfall im AKW Flamanville
tagesschau 14:00 Uhr, 09.02.2017

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Februar 2017 um 12:00 Uhr.

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