Rettungskräfte an einer Absturzstelle eines Flugzeugs in Karatschi (Pakistan) | Bildquelle: AFP

Unglück in Pakistan Mehr als 90 Tote bei Flugzeugabsturz

Stand: 22.05.2020 16:04 Uhr

In Pakistan ist ein Passagierflugzeug verunglückt. Der Airbus mit mindestens 98 Menschen an Bord stürzte in der Nähe von Karatschi in ein Wohngebiet. Zunächst hieß es, alle Insassen seien ums Leben gekommen. Doch offenbar gab es zumindest einen Überlebenden.

Beim Absturz eines Passagierflugzeugs in Pakistan sind vermutlich mehr als 90 Menschen ums Leben gekommen. Inzwischen melden mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Behördenvertreter, ein oder zwei Insassen hätten das Unglück überlebt. Bürgermeister Waseem Akhtar hatte zuvor gesagt, es habe keine Überlebenden gegeben.

Das Flugzeug verunglückte laut Luftfahrtbehörde nahe der Stadt Karatschi wenige Minuten vor der Landung. Zunächst hatte es noch geheißen, es seien 107 Menschen an Bord gewesen. Ein Sprecher der Luftfahrtbehörde sagte später, es seien 91 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder in dem Flugzeug gewesen. Wegen der konfusen Lage nach dem Absturz sei es zu diesen unterschiedlichen Zahlen gekommen. Mehrere Häuser wurden durch den Absturz in ein Wohngebiet beschädigt, wie ein Sprecher der Luftfahrtbehörde sagte. Das Militär und die Polizei sperrten das Gebiet ab.

Flugzeug stürzt vor der Landung in pakistanisches Wohngebiet
tagesschau 14:00 Uhr, 22.05.2020, Sibylle Licht, ARD Neu-Delhi

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Fernsehaufnahmen zeigten eine dichte Rauchwolke sowie Krankenwagen, die zur Absturzstelle fuhren. Der von Pakistan International Airline (PIA) betriebene Airbus war auf dem Weg von der östlichen Stadt Lahore nach Karatschi.

Offenbar technische Probleme vor der Landung

Der Pilot habe dem Tower von technischen Problemen der Maschine berichtet, sagte PIA-Chef Arshad Malik. Augenzeugen sagten laut der Nachrichtenagentur AP, dass der Airbus A320 vor dem Absturz mehrmals zur Landung ansetzte. Eine Minute bevor der Flieger aufsetzen sollte brach die Verbindung zu der Maschine nach Angaben der Luftfahrtbehörde ab.

In dem Absturzgebiet wohnen viele arme Menschen, es ist dicht besiedelt. Verletzte wurden aus den Trümmern eingestürzter Gebäude herausgezogen. Mindestens 15 Menschen, die sich in den betroffenen Häusern aufhielten, wurden verletzt.

Pakistans Premierminister Imran Khan drückte den Familien der Opfer sein Beileid aus. "Schockiert und betrübt über den PIA-Absturz", schrieb Khan auf Twitter.

Inlandsflüge erst vor kurzem wieder aufgenommen

Der Absturz erfolgte nur eine Woche nach der Entscheidung der pakistanischen Behörden, den Flugverkehr im Inland wieder aufzunehmen. Wegen der Corona-Pandemie sind internationale Flüge in das südasiatische Land noch bis Ende des Monats ausgesetzt.

Bereits in den vergangenen Jahren kam es zu schweren Unfällen mit Flugzeugen in Pakistan. Im Jahr 2016 kamen beim Absturz einer PIA-Maschine etwa 50 Menschen ums Leben. 2012 starben 127 Menschen, als ein Flugzeug einer kleinen privaten Airline auf dem Weg von Karatschi nach Islamabad verunglückte. Im Jahr 2010 stürzte ein Airbus vor der Landung in der Hauptstadt Islamabad ab, alle 152 Insassen kamen bei dem Unglück ums Leben.

Flugzeugabsturz in Pakistan
Silke Diettrich, ARD Neu-Delhi
22.05.2020 12:44 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. Mai 2020 um 12:45 Uhr.

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