Rettungskräfte und Forensiker an der Absturzstelle auf Kuba (Bild vom 18.05.2018). | Bildquelle: dpa

Nach Flugzeugabsturz Kubanische Regierung bestätigt 110 Tote

Stand: 19.05.2018 22:28 Uhr

Bei dem Flugzeugabsturz auf Kuba sind nach Angaben der Regierung 110 Menschen gestorben, drei ringen in einer Klinik um ihr Leben. Ermittler fanden an der Absturzstelle einen Flugschreiber.

Einen Tag nach dem Absturz einer Passagiermaschine nahe der Hauptstadt Havanna hat das kubanische Verkehrsministerium die Zahl der Todesopfer mit 110 Menschen an.

Die Regierung hatte am Freitag bereits von 104 Passagieren und bis zu neun Crewmitgliedern an Bord der Maschine gesprochen.

Drei Frauen konnten lebend aus den Trümmern des Flugzeugs geborgen werden. Ihr Zustand ist nach Angaben von Carlos Alberto Martinez Blanco, dem Leiter der behandelnden Klinik, weiterhin kritisch.

Ermittler haben nach Angaben des Verkehrsministeriums an der Unfallstelle inzwischen einen der zwei Flugschreiber gefunden. Er sei in einem guten Zustand, sagte Minister Adel Yzquierdo dem Staatsfernsehen. Experten arbeiteten intensiv daran, auch den zweiten Flugschreiber zu bergen.

Zerstörtes Flugzeug bei Havanna | Bildquelle: AFP
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Das Flugzeug war kurz nach dem Start abgestürzt - die Ursache war auch am Tag nach dem Unglück noch nicht bekannt.

Boeing 737-200 soll Jahrzehnte alt gewesen sein

Das abgestürzte Passagierflugzeug des Typs Boeing 737-200 gehörte der mexikanischen Fluggesellschaft Damojh, wurde jedoch von der staatlichen kubanischen Airline Cubana de Aviacion gemietet und betrieben. Die Maschine soll Medienberichten zufolge fast 39 Jahre alt sein und erst im Mai dieses Jahres von Cubana in Betrieb genommen worden sein. Die Absturzursache war auch 24 Stunden nach dem Unglück noch nicht bekannt.

Nach Angaben des kubanischen Kirchenkonzils sollen 20 Priester einer evangelikalen Kirche unter den Passagieren gewesen sein, die sich auf dem Rückflug von Havanna in ihre Heimatstadt Holguin befanden.

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