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Ägäis Flüchtlinge bei Lesbos ertrunken

Stand: 26.03.2019 09:59 Uhr

In der Ägäis sind mehrere Flüchtlinge ertrunken. Sie starben beim Versuch von der türkischen Küste zur griechischen Insel Lesbos überzusetzen. Elf weitere Migranten konnten gerettet werden.

Beim Versuch, von der Türkei zur griechischen Insel Lesbos überzusetzen, sind drei Frauen und ein Kind ums Leben gekommen. Das teilte die türkische Küstenwache mit. Elf weitere Menschen seien gerettet worden, nachdem ihr Boot in Seenot geraten sei.

Die private türkische Nachrichtenagentur DHA meldete, in dem Boot seien 15 Migranten aus Iran und Afghanistan gewesen. Die Todesopfer stammten demnach alle aus Afghanistan. Die Küstenwache machte keine Angaben zur Nationalität der Opfer.

Gefährliche Überfahrt

Da der Seeweg von der türkischen Küste zu der griechischen Insel nur knapp zehn Kilometer beträgt, treten immer wieder Menschen die Überfahrt an. In den Hochzeiten der Flüchtlingskrise kamen nahezu täglich zahlreiche Migranten in Griechenland an. Doch seit dem Flüchtlingsdeal zwischen der EU und der Türkei ist die Zahl der Flüchtlinge zurückgegangen.

Auf den griechischen Inseln der Ostägäis befinden sich derzeit rund 15.000 Flüchtlinge. Allein auf Lesbos sind im Lager Moria ungefähr 5000 Menschen untergebracht - Platz gibt es eigentlich nur für 3100 Menschen. Etwa 30 Prozent von ihnen sind Kinder, viele von ihnen jünger als zwölf Jahre und ohne die Begleitung von Erwachsenen auf sich allein gestellt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. März 2019 um 18:40 Uhr in der Sendung "Hintergrund".

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