Die indigene US-Abgeordnete Deb Haaland ist als Innenministerin nominiert worden (Archivbild). | AFP

Deb Haaland Biden nominiert erste indigene US-Ministerin

Stand: 18.12.2020 03:00 Uhr

US-Medien sprechen von einem "historischen Wendepunkt": Der angehende Präsident Biden hat erstmals eine amerikanische Ureinwohnerin für einen Ministerposten nominiert. Die Abgeordnete Haaland soll Innenministerin werden.

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat erstmals in der Geschichte der USA eine amerikanische Ureinwohnerin als Ministerin ins Kabinett berufen. Biden nominierte die Kongressabgeordnete Deb Haaland (60) aus dem Bundesstaat New Mexico als Innenministerin.

Sollte Haaland - die sich zum Volk der Pueblo of Laguna zählt - vom Senat bestätigt werden, hätten die USA erstmals eine Indigene als Ministerin. In den USA ist das Innenministerium vor allem für die Verwaltung des bundeseigenen Landes zuständig.

Das Ministerium entscheidet beispielsweise darüber, ob Naturschutzgebiete ausgewiesen werden oder ob Energiegewinnung wie Fracking erlaubt ist. In den Verantwortungsbereich fallen aber auch Angelegenheiten mit Bezug zu den rund 1,9 Millionen Indigenen. Die innere Sicherheit - die in Europa zum Verantwortungsbereich der Innenministerien zählt - ist in den USA Aufgabe des Heimatschutzministeriums.

"Ein historischer Wendepunkt"

Die "Washington Post" schrieb von einer historischen Entscheidung Bidens, "die einen Wendepunkt in der Beziehung der US-Regierung zu den indigenen Völkern der Nation markiert".

Haaland gehörte zu den ersten zwei Frauen, die 2018 als Ureinwohnerinnen in den US-Kongress gewählt wurden. Dort sitzt sie im Ausschuss für Natürliche Ressourcen, das das Innenministerium beaufsichtigt. Der Demokrat Biden hat versprochen, ein Kabinett mit Ministerinnen und Ministern mit vielfältigen Hintergründen zu berufen.

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Bidens Personalentscheidungen

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Dezember 2020 um 09:00 Uhr.