Neuwagen des Typs Ford-Fiesta und Fusion, die in Köln produziert wurden, werden am 10.09.2009 auf einem Binnenschiff über den Rhein in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) gefahren.

Quartalszahlen besser als prognostiziert Europa geht auf Wachstumskurs

Stand: 14.02.2014 12:12 Uhr

Die Wirtschaft in der Eurozone kommt nach langer Rezession allmählich in Schwung. Das Bruttoinlandsprodukt im Währungsraum stieg zwischen Oktober und Dezember um 0,3 Prozent, wie das Europäische Statistikamt mitteilte.

Das Plus ist damit kräftiger als erwartet - und auch kräftiger, als es sich auf den ersten Blick liest. Denn die 0,3 Prozent beziehen sich auf das Vorquartal. Aufs Jahr hochgerechnet ergibt sich also grob gerechnet ein Plus von 1,2 Prozent. Hinzu kommt: Ökonomen sagen, dass sich ein kräftiges Wachstum im Schlussquartal meist auch positiv auf das Folgejahr auswirkt. Europas Wirtschaft ist also mit mehr Schwung ins neue Jahr gestartet als gedacht.

Vor allem das Wachstum in den Kernländern übertraf die Erwartungen. So wuchs die deutsche Wirtschaft um 0,4 Prozent, die französische um 0,3 Prozent und die italienische immerhin um 0,1 Prozent - das erste Plus seit Mitte 2011. Neben Italien fassten auch andere Sorgenkinder wieder Fuß: Die spanische Wirtschaft war 0,3 Prozent im Plus, Portugal sogar 0,5 Prozent. Trotz der Lichtblicke schrumpfte die Wirtschaft im Euroraum im Gesamtjahr 2013 um 0,4 Prozent. Für 2014 sagt die EU-Kommission dem Währungsgebiet aber nach zwei Rezessionsjahren wieder ein Wachstum von rund einem Prozent voraus.

Die deutschen Exporte ziehen wieder an

Die deutsche Wirtschaft profitierte vor allem von überraschend starken Exporten. Sie waren dafür verantwortlich, dass das Statistische Bundesamt seine Schätzung von 0,25 Prozent auf 0,4 Prozent nach oben korrigierte. Die Entwicklung deute auf einen "ernsthaften Anlauf zu einem kräftigen Aufschwung" hin, sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von Unicredit, Andreas Rees. Angesichts der Erholung der Euro-Zone würden sich die Exporte beschleunigen. "Auch dürften die Unternehmen mehr investieren, denn sie haben sich während der Eurokrise zurückgehalten und entsprechenden Nachholbedarf."

Die Bundesregierung hatte erst in dieser Woche ihre Prognosen erhöht. Sie rechnet für dieses Jahr nun mit einem Plus von 1,8 Prozent, das sich 2015 auf 2,0 Prozent erhöhen soll. "Die deutsche Wirtschaft ist auf einen stabilen und breit angelegten Erholungskurs eingeschwenkt", sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, als er den Jahreswirtschaftsbericht der Regierung präsentierte.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Februar 2014 um 13:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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HerrVorragend 14.02.2014 • 19:30 Uhr

Nicht zu ertragen

Das ewige Gejammer in den Kommentaren der immer gleichen User. Ich lese immer nur 50% Unterschicht und 1% Superreiche. Die anderen 49% denen es in Deutschland scheinbar ganz gut geht, werden gern unter den Tisch gekehrt. Es tut mir herzlich leid, dass nicht jeder mit seiner Situation zufrieden ist, aber es hat JEDER in D. die Chance das zu ändern. Dazu muss man aber mal aus der Komfortzone raus. Und noch etwas: Unternehmer sind nicht nur Millionenschwere Steuerhinterzieher. Die ganz große Mehrheit zahlt ordentlich Steuern und das nicht zu knapp. Oftmals bleibt unterm Strich weniger übrig, als die Angestellten haben. Vergesst mal nicht, dass der Arbeitgeber auch euer Geldgeber ist. Nur weil euer Chef mit einem schicken "geleasten" Auto ins Büro kommt, bedeutet das noch lange nicht dass er Reich ist. Reich ist er auf alle Fälle an Sorgen und an Arbeitszeit. Schönes Wochenende von einem passiven User, der mal Luft ablassen musste.