Außenansicht des Petersdoms in Rom | dpa

Wegen Immobilien-Deal Vatikan erhebt Anklage in Finanzskandal

Stand: 03.07.2021 14:14 Uhr

Das Strafgericht im Vatikan hat wegen eines verlustreichen Immobiliengeschäfts Anklage gegen zehn Personen erhoben - unter ihnen ein Kardinal. Unter den Vorwürfen: Korruption, Erpressung und Amtsmissbrauch.

Veruntreuung, Korruption, Erpressung, Geldwäsche, Betrug: Das sind nur einige der schweren Vorwürfe, die der Vatikan gegen eigene Mitarbeiter - unter ihnen ein Kardinal - und externe Unternehmen erhebt. Dabei geht es um eine 350 Millionen Euro schwere Investition durch das Staatssekretariat des Vatikan, bei dem dieser um Millionen geprellt worden sei.

Ein Strafgericht des Heiligen Stuhls erhob nun Anklage gegen zehn Verdächtige. Wie der Vatikan weiter mitteilte, tauchten im Zuge der Ermittlungen auch Verdachtsmomente gegen Kardinal Giovanni Angelo Becciu auf. Der frühere Stabschef im vatikanischen Staatssekretariat muss sich bereits wegen Unterschlagung und Amtsmissbrauch verantworten. Papst Franziskus hatte den 73-Jährigen Ende September des vergangenen Jahres nach einem Verdacht über finanzielle Unregelmäßigkeiten aus seinen Ämtern entlassen.

Der Prozess soll am 27. Juli beginnen. Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.