Janet Yellen | REUTERS

Verhandlungen mit Verbündeten US-Finanzministerin will Ölpreis-Obergrenze

Stand: 21.06.2022 08:53 Uhr

Die USA verhandeln derzeit mit verbündeten Staaten über eine Preisobergrenze für Erdöl. Die Maßnahme soll die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs eindämmen und Russlands Einnahmen aus Öl-Geschäften beschränken.

Um Russlands Energieeinnahmen weiter zu beschränken und negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft zu verhindern, können sich die USA eine Preisobergrenze oder Preisausnahme für Öl vorstellen. Washington sei dazu mit "Partnern und Verbündeten weltweit" in Gesprächen, sagte die US-Finanzministerin Janet Yellen bei einem Besuch in Kanada.

Preisobergrenze könnte Sanktionen gegen Russland verstärken

Eine Preisobergrenze oder Preisausnahme für Öl hätten mehrere Auswirkungen, so Yellen: Sie würde westliche Sanktionen auf russische Energieträger verstärken, den Preis für russisches Öl nach unten drücken und somit die Einnahmen für die russische Regierung senken. Gleichzeitig ermöglichte eine solche Maßnahme, dass mehr Öl auf den internationalen Markt gelange. Eine Preisobergrenze würde zudem "Nebeneffekte auf einkommensschwache Länder und Entwicklungsländer" verhindern, die derzeit mit den hohen Preisen für Nahrungsmittel und Energie zu kämpfen hätten.

Yellen gab die Verhandlungen bei einem Besuch bei ihrer kanadischen Amtskollegin und Vize-Regierungschefin Chrystia Freeland bekannt. Bei dem Treffen ging es unter anderem um Strategien im Umgang mit den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, der hohen Inflation und Problemen bei globalen Lieferketten.

Über dieses Thema berichtete BR24 am 21. Juni 2022 um 06:20 Uhr an der Börse.