Das neue Werk des Impfstoffherstellers BioNTech in Marburg. | AFP

Corona-Impfstoff BioNTech startet Produktion in Marburg

Stand: 10.02.2021 11:19 Uhr

BioNTech hat mit der Produktion seines mRNA-Impfstoffs im neuen Werk in Marburg begonnen. Mit der Auslieferung der ersten Impfstoffdosen aus der hessischen Fabrik rechnet das Pharmaunternehmen im April.

Im hessischen Marburg hat das neue Werk des Pharmaunternehmens BioNTech zur Produktion von Corona-Impfstoffen seinen Betrieb aufgenommen. Dort werde in einem ersten Schritt das Botenmolekül mRNA hergestellt, von dem eine einzelne Charge für die Produktion von acht Millionen Impfdosen reiche, teilte das Unternehmen mit. BioNTech hatte vor wenigen Tagen die arzneimittelrechtliche Erlaubnis für die mRNA-Herstellung erhalten.

Um anschließend die Herstellung des kompletten Impfstoffs zu ermöglichen, müsse die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) noch die Produktionsprozesse der neuen Anlagen genehmigen, erklärte BioNTech. Die dazu notwendigen Daten und andere benötigte Informationen werde man im Februar und März einreichen.

Nach der Zulassung durch die EMA sollen laut BioNTech erste Produktchargen des fertigen Impfstoffs zur sterilen Abfüllung an die Partnerstandorte geliefert werden. Anschließend soll die Verteilung an die Impfstellen gemäß den festgelegten Vereinbarungen mit den Regierungen erfolgen.

Eine der größten mRNA-Produktionsanlagen in Europa

Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg dann 250 Millionen Dosen des Impfstoffs von BioNTech und seinem US-Partner Pfizer hergestellt werden. Die ersten am Standort Marburg hergestellten Impfstoffe werden nach Unternehmensangaben voraussichtlich Anfang April ausgeliefert.

Sobald das neue Werk dann voll betriebsbereit sei, werde es mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 750 Millionen Dosen eine der größten mRNA-Produktionsanlagen in Europa sein, teilte BioNTech mit. Die Produktionskapazität für den Covid-19-Impfstoff für 2021 sei zudem laut des Unternehmens auf bis zu zwei Milliarden Dosen erhöht worden.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 10. Februar 2021 um 12:15 Uhr.