Mehr Fluggäste im ersten Halbjahr Begehrte Sitzplätze über den Wolken

Stand: 23.08.2012 10:50 Uhr

Passagiere steigen in ein Flugzeug ein
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Im ersten Halbjahr stiegen eine Million Passagiere mehr an den deutschen Flughäfen ein als ein Jahr zuvor.

Die deutschen Flughäfen haben im ersten Halbjahr ihre Passagierzahlen erneut gesteigert. An den 27 größten Airports stiegen laut Statistischem Bundesamt zwischen Januar und Juni 47,7 Millionen Fluggäste ein - eine Million mehr als im Vorjahrszeitraum. Der Zuwachs von 2,1 Prozent war allein den Reisen ins Ausland zu verdanken. Besonders die Interkontinentalverbindungen waren mit einem Plus von 6,8 Prozent deutlich gefragter als vor einem Jahr.

Sorge bereitet Flughäfen und Fluggesellschaften dagegen besonders die Entwicklung der innerdeutschen Verbindungen. Hier verzeichneten die Statistiker ein Minus von 1,7 Prozent. Noch deutlicher zeigte sich dieser Abwärtstrend beim Blick auf die Zahlen des zweiten Quartals, in dem der Rückgang der Passagierzahlen bei Flügen innerhalb Deutschlands 4,6 Prozent betrug.

Branche läuft weiter Sturm gegen Luftverkehrsabgabe

Trotz der insgesamt steigenden Zahl von Fluggästen beklagen Fluggesellschaften und Flughäfen seit langem die Folgen der 2011 eingeführten Luftverkehrsabgabe, die ein Wettbewerbsnachteil gegenüber der internationalen Konkurrenz sei. Die Erträge stehen alleine dem Bund zu. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres brachte sie 338 Millionen Euro ein. Im Jahr 2011 lagen die Einnahmen daraus bei rund 960 Millionen Euro. Die meisten Fluggesellschaften geben die zusätzlichen Kosten ganz oder teilweise an die Passagiere weiter, was die Ticketpreise erhöht.

Der Flughafenverband ADV hatte kürzlich bei der Vorlage der Halbjahreszahlen vorgerechnet, dass nur noch jeder zweite Airport steigende Passagierzahlen registriere. Von den 22 internationalen Flughäfen in Deutschland hätten im vergangenen Jahr lediglich sechs ein positives Nettoergebnis erzielt.

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