Schild mit der Aufschrift "Made in Germany" | dpa

Ifo-Umfrage Stimmung bei Exportfirmen sackt ab

Stand: 20.12.2021 10:19 Uhr

Trotz der zuletzt kräftigen Zuwachszahlen verschlechtert sich die Stimmung bei den deutschen Exportunternehmen, wie eine ifo-Umfrage zeigt. Besonders deutlich ist das in der Autoindustrie zu spüren.

Das Münchner ifo-Institut befragt monatlich rund 2300 exportorientierte Unternehmen nach ihren derzeitigen Geschäftsaussichten. Angesichts der sich ausbreitenden Omikron-Variante zeigen die Antworten der Firmen erneut eine Verschlechterung: Der Index für die Erwartungen der Unternehmen sank von 15,8 Punkten im November auf 12,1 Punkte im Dezember, wie die Konjunkturforscher mitteilten.

Der Wert war zuletzt im Januar 2021 niedriger ausgefallen. "Trotzdem werden die Exporte im ersten Quartal 2022 wohl zulegen, aber eben langsamer", sagte ifo-Präsident Clemens Fuest. Einen "kräftigen Dämpfer" musste demnach die Automobilindustrie verkraften. "Es werden zwar weiter zusätzliche Aufträge aus dem Ausland erwartet, aber deutlich weniger als noch im Vormonat gedacht", so das ifo-Institut. Ähnliches gelte für die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen.

Maschinenbau zuversichtlicher

Die Hersteller von Textilien, Nahrungsmitteln sowie Druckerzeugnissen rechnen mit einem leichten Rückgang ihrer Ausfuhren. Im Maschinenbau verbesserten sich hingegen die Erwartungen, wie die Unternehmensumfrage ergab.

Das ifo-Institut erwartet für das kommende Jahr einen Anstieg der deutschen Exporte von 5,4 Prozent. Im zu Ende gehenden Jahr dürfte es zu einem Wachstum von 7,8 Prozent gereicht haben. Der Außenhandel wurde dabei von globalen Lieferschwierigkeiten gebremst, die wohl auch 2022 anhalten dürften. So klagen etwa die Autobauer über einen Mangel an Halbleitern.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Dezember 2021 um 17:05 Uhr.