Künstler und Veranstalter demonstrieren gegen die Coronama߂nahmen der Bundesregierung (Archivbild). | imago images/M¸ller-Stauffenber

Corona-Hilfe aufgestockt Hilfe vor allem für einzelne Künstler

Stand: 26.03.2021 12:46 Uhr

Mit mehr als 250 Millionen Euro will die Bundesregierung Künstler unterstützen, die durch die Pandemie in Not geraten sind. Insgesamt sollen weitere 800 Millionen Euro in die Kulturszene fließen.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat die Pläne für eine zweite Milliarde des coronabedingten Förderprogramms "Neustart Kultur" weiter konkretisiert. Bis zu 800 Millionen Euro sollen in den Bereich "Erhalt und Stärkung von Kulturproduktion und -vermittlung" fließen, teilte sie mit.

Der Fokus solle dabei künftig noch stärker auf der individuellen Künstlerförderung liegen. Mehr als 250 Millionen Euro seien zur Ausweitung bereits bestehender und zur Entwicklung neuer Stipendienprogramme vorgesehen.

"Der zweite Lockdown hat den Kultur- und Medienbereich noch einmal mit voller Härte getroffen", sagte Grütters. "Den einzelnen Künstlerinnen und Künstlern verlangt dies erneut eine große Leidensfähigkeit ab, weil sie nicht auftreten können und sich ihre soziale Lage weiter verschärft." Mit der individuellen Unterstützung solle gleichzeitig ein "wirkungsvoller Beitrag zum Wiederaufleben der Kultur" geleistet werden.

"Neustart Kultur" bereits aufgestockt

Das Programm "Neustart Kultur", das im vergangenen Jahr mit einer Milliarde Euro gestartet war und inzwischen um eine zweite Milliarde aufgestockt wurde, umfasst derzeit rund 60 Teilprogramme für verschiedene Kultursparten. Weitere 15 Programme sollen neu hinzukommen. Adressiert werden auch weiterhin Theater, Festivals, Kinos, Verlage, Galerien, Clubs und weitere Kulturveranstalter.

100 Millionen Euro der Aufstockung sollen für pandemiebedingte Umbauten zum Gesundheitsschutz an vor allem privat finanzierte Kultureinrichtungen gehen. Die gleiche Summe ist für pandemiebedingte Einnahmeausfälle bundesgeförderter Kultureinrichtungen vorgesehen.

Über dieses Thema berichteten Inforadio am 17. März 2021 um 11:00 Uhr, Deutschlandfunk Kultur am 23. März 2021 um 19:10 Uhr und der WDR am 26. März 2021 in den Kulturnachrichten.