Ein alter Auspuff wird mit einer Flex aufgeschnitten. (Archivbild) | dpa

Arbeitsmarkt im Oktober Erwerbslosenzahl sinkt auf 2,38 Millionen

Stand: 28.10.2021 10:26 Uhr

Dank der anziehenden Konjunktur hat sich die Lage am deutschen Arbeitsmarkt im Oktober weiter verbessert. 2,377 Millionen Menschen waren ohne Job - 88.000 weniger als im September und 383.000 weniger als vor einem Jahr.

Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt entwickelt sich dank einer kräftigen Herbstbelebung auch weiterhin positiv. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sank im Oktober auf 2,377 Millionen. Das sind 88.000 weniger als im September und 383.000 weniger als im Oktober vergangenen Jahres, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,2 Prozent.

Rechnet man die jahreszeitlichen Schwankungen heraus, sank die Zahl der Erwerbslosen im September saisonbereinigt um 39.000 zum Vormonat. "Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv, Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen kräftig ab", sagte Daniel Terzenbach, Vorstand der Bundesarbeitsagentur. "Die Beschäftigung und der Stellenbestand wachsen und liegen wieder über ihrem jeweiligen Vorkrisenniveau."

Entspannung auch bei Kurzarbeit

"Die Folgen der Corona-Krise auf dem Arbeitsmarkt sind zwar noch sichtbar, werden aber kleiner", erklärte BA-Chef Detlef Scheele. "Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sinken kräftig, Beschäftigung und die Nachfrage der Unternehmen nach neuem Personal nehmen zu und Kurzarbeit ist weiter rückläufig."

Zwischen dem 1. und dem 24. Oktober hatten Betriebe für 93.000 Personen Kurzarbeit angemeldet. Wie viel tatsächlich davon in Anspruch genommen wurde und wird, entscheidet sich aber erst später. Die neuesten Daten für die tatsächliche Inanspruchnahme stammen aus dem August. In diesem Monat zahlte die Bundesagentur für 760.000 Menschen Kurzarbeitergeld. Dies ist deutlich weniger als im April 2020, als knapp sechs Millionen Menschen in Deutschland in Kurzarbeit waren.

Entwicklung auf dem Ausbildungmarkt stockt

Nicht zufrieden zeigte sich Scheele mit der Lage auf dem Ausbildungsmarkt. "Die Ergebnisse bleiben trotz einer Aufhellung noch sehr deutlich hinter denen vor der Pandemie zurück und wir stehen weiterhin vor großen Herausforderungen", sagte er. In den vergangenen zwölf Monaten waren den Jobcentern und den Arbeitsagenturen 511.300 Lehrstellen gemeldet worden, 19.000 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Demgegenüber hätten 433.500 Bewerber Beratungen der Jobcenter und Agenturen in Anspruch genommen - 39.400 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 28. Oktober 2021 um 10:25 Uhr.