Griechische und EU-Flagge in Athen

Nach langem Streit mit Griechenland Finanzminister geben Milliarden frei

Stand: 01.04.2014 12:26 Uhr

Nach langem Streit mit den internationalen Geldgebern erhält Griechenland 8,3 Milliarden Euro aus den bestehenden Hilfspaketen. Eine erste Tranche von 6,3 Milliarden Euro solle Ende April ausgezahlt werden, sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem. Das hätten die Finanzminister der Eurozone bei ihrem Treffen in Athen beschlossen. Mit der Tranche könne die Regierung in Athen die im Mai fälligen Forderungen von Anleihengläubigern befriedigen.

Eine zweite und dritte Tranche über je eine Milliarde Euro sollen im Juni und Juli überwiesen werden. Die Auszahlung ist aber laut Dijsselbloem an Auflagen geknüpft.

Die Hilfsmilliarden waren aufgrund schleppender Reformanstrengungen der Regierung in Athen seit Monaten blockiert. Die internationale Geldgeber-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) unterbrachen ihre Prüfmission zwischenzeitlich, die Ungeduld der Eurogruppe nahm vernehmbar zu. Erst vor wenigen Tagen gab es eine Einigung; am Sonntag verabschiedete das Parlament in Athen das umfangreiche Reformpaket.

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KOMMENTARE

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Cebulon 01.04.2014 • 17:26 Uhr

@ GeMe (14:42 Uhr)

Wenn dem tatsächlich so ist, wie Sie schreiben, frage ich mich natürlich, warum das Geld dann wohl den Umweg über Griechenland macht. Oder wird "direkt" an die Empfänger überwiesen ? Das würde zumindest die Möglichkeit aus dem Weg räumen, dass in Griechenland "zufällig was hängen bleibt". Sie wissen, was ich meine ... ? :-)