Konjunktur

Wirtschaftsaussichten für Eurozone Der Aufschwung kommt später

Stand: 03.05.2013 12:10 Uhr

Die Eurozone kommt wirtschaftlich nicht auf die Beine. Daher hat die EU-Kommission ihre Wachstumsaussichten gesenkt: In diesem Jahr erwartet die Kommission ein Schrumpfen der Wirtschaftskraft im Euroraum um 0,4 Prozent, bevor es 2014 wieder ein Wachstum von 1,2 Prozent geben soll. Im Februar hatte sie für dieses Jahr ein Minus von 0,3 Prozent erwartet und war dann von einem Wachstum von 1,4 Prozent im kommenden Jahr ausgegangen.

Wörtlich heißt es: "Nach der Rezession, die das Jahr 2012 geprägt hat, wird eine Stabilisierung der Wirtschaft in der EU in der ersten Hälfte 2013 erwartet. Das Wirtschaftswachstum wird erwartungsgemäß schrittweise positiv in der zweiten Jahreshälfte, bevor es 2014 etwas an Zugkraft gewinnt."

Die Entwicklungen in den einzelnen Euro-Ländern sind jedoch sehr unterschiedlich (siehe Tabelle).

Überblick über ausgewählte Euroländer
LandPrognose für 2013Prognose für 2014
Deutschland+ 0,4 %+ 1,8 %
Frankreich- 0,1 %+ 1,1 %
Italien- 1,3 %+ 0,7 %
Spanien- 1,5 %+ 0,9 %
Griechenland- 4,2 %+ 0,6 %
Irland+ 1,1 %+ 2,2 %
Portugal- 2,3 %+ 0,6 %
Zypern- 8,7 %- 3,9 %

EU-Währungskommissar Olli Rehn machte auf die sozialen Folgen der Krise aufmerksam: "Angesichts der sich hinziehenden Rezession müssen wir alles Mögliche tun, um die Krise der Arbeitslosigkeit in Europa zu überwinden." Die Arbeitslosenquote verharrt im laufenden und kommenden Jahr in der Eurozone bei jeweils gut zwölf Prozent, wie der Frühjahrs-Konjunkturprognose zu entnehmen ist. Im Mittelpunkt stehen laut Rehn deshalb Wachstum und neue Jobs.

Die Rekordarbeitslosigkeit in Europa, besonders unter jungen Menschen, gehört derzeit zu den größten Sorgen der EU. Angesichts der anhaltend schlechten Lage ist besonders im Süden Europas der Ruf nach einer Abkehr von der strengen EU-Sparpolitik zuletzt immer lauter geworden.

Rolf-Dieter Krause, ARD Brüssel, zur Prognose der Kommission
tagesschau 14:00 Uhr, 03.05.2013

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Mehr Zeit für Frankreich und Spanien

Wegen der unerwartet schwachen Konjunktur sollen Spanien und Frankreich mehr Zeit zum Abbau der hohen Neuverschuldung erhalten. Gegen die EU-Defizitvorgabe von drei Prozent des Wirtschaftswachstums verstößt Frankreich in diesem und im kommenden Jahr mit Defiziten von 3,9 und 4,2 Prozent den Erwartungen aus Brüssel zufolge deutlich. Im Fall von Spanien liegen die Wert sogar bei 6,5 und 7,0 Prozent.

Es sei vernünftig, "den Termin um zwei Jahre zu verschieben und das übermäßige Defizit bis 2015 zu korrigieren", sagte Währungskommissar Rehn mit Blick auf Frankreich. Im Gegenzug seien aber Reformen nötig, wie beispielsweise auf dem Arbeitsmarkt und beim Rentensystem. Rehn bezeichnete die Pläne der französischen Regierung als "viel zu optimistisch". Um unter die drei Prozent zu kommen, wären viel bedeutendere Anstrengungen notwendig.

Bereits Ende März hatte das von hoher Arbeitslosigkeit gebeutelte Spanien grünes Licht für zwei Extra-Jahre erhalten. Die Drei-Prozent-Marke muss nun erst 2016 unterschritten werden und nicht 2014, wie bislang beabsichtigt worden war.

Darstellung: