Francesco Friedrich in Innsbruck-Igls | imago images/Eibner Europa

Weltcup in Innsbruck-Igls Friedrich im Zweierbob nicht zu stoppen

Stand: 30.01.2021 16:05 Uhr

Francesco Friedrich holt beim Weltcup-Finale in Innsbruck-Igls den elften Saisonsieg - und macht den Gesamtweltcup perfekt.

Sportschau

Zwölf Zweierbob-Rennen gab es in dieser Saison, elf Mal stand Francesco Friedrich ganz oben. Einzig Johannes Lochner konnte "Friedrich den Großen" Mitte Dezember in Innsbruck einmal schlagen. Damit geht natürlich auch der Gesamtweltcup an Francesco Friedrich.

Friedrich souveräner Sieger von Innsbruck

Beim Saisonfinale in Innsbruck-Igls hätte dem 30-Jährigen auch ein 26. Platz zum Gesamtsieg gereicht, am Start waren aber überhaupt nur 24 Bobs. So hätte Friedrich auch die schlechteste Zeit genügt, um die notwendigen Punkte zu holen. Doch Friedrich wäre nicht Friedrich, wenn er nicht auch dieses letzte Zweier-Rennen unbedingt gewinnen wollen würde und siegte am Ende mit 0,72 Sekunden Vorsprung vor der Konkurrenz.

Den zweiten Platz sicherte sich das lettische Duo Oskars Kibermanis/Matiss Minkis vor dem Russen Rostislav Gaitiukevich. Johannes Lochner und Benedikt Hertel, die Rang zwei schon im ersten Lauf am Start verspielt hatten, fielen im zweiten Lauf aufgrund eines Fahrfehlers vor dem Kreisel noch auf Rang fünf zurück (+0,94).

Eine starke Leistung zeigte einmal mehr Hans Peter Hannighofer. Im Finale seiner ersten Weltcupsaison landete er nur knapp hinter Lochner auf Platz sechs (+0,97).

Lochner patzte mit Anschieber Hertel im ersten Lauf am Start

Schon nach dem ersten Durchgang stand Friedrich mit 0,44 Sekunden vor den Letten Oskars Kibermanis/Matiss Minkis deutlich an der Spitze des Tableaus. Auf Rang drei folgte Johannes Lochner, der mit Benedikt Hertel einen Debütanten als Anschieber dabei hatte und sich direkt am Start Rückstand einhandete.

Als Hertel, für den es im Weltcup die Premiere im Zweierbob war und der bisher nur einmal im Viererbob zum Einsatz kam, in den Bob sprang, brach das Gefährt nach rechts aus und Lochner nahm eine Bande mit. Das kostete ihn Geschwindigkeit und Zeit, die er auch im Rest der Fahrt nicht mehr gutmachen konnte. Im Ziel lag er 0,53 Sekunden hinter Spitzenreiter Friedrich.

Friedrich ist wie Hamilton

Friedrich zeigte einmal mehr, dass er der Fahrer ist, den es zu schlagen gilt. Die englisch-sprachigen Kommentatoren des Weltverbandes bezeichneten ihn nach seinem ersten Lauf auf Grund seiner Dominanz als den Lewis Hamilton des Bob-Sports. Denn ähnlich wie der britische, siebenfache Formel-1-Weltmeister kann man Friedrich nur schlagen, wenn er selbst Fehler macht. Mit 5,03 Sekunden war er gemeinsam mit Alexander Schüller klar das beste Duo am Start und setzte in 51,43 Sekunden die Bestzeit, die für die Konkurrenz nicht zu schlagen war.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete BR24 am 30. Januar 2021 um 15:52 Uhr.