Spieler von RB Leipzig feiern ein Tor im Spiel gegen San Sebastian | REUTERS

Europa League Leipzig zittert sich ins Achtelfinale

Stand: 24.02.2022 22:09 Uhr

Trotz Chancenwuchers hat RB Leipzig bei Real Sociedad San Sebastián das Achtelfinale der Europa League erreicht. Am Ende mussten die Sachsen aber noch ordentlich zittern.

Von Frank Menke

Nach dem 2:2 im Hinspiel gewann RB Leipzig am Donnerstagabend (24.02.2022) bei Real Sociedad San Sebastián vor 35.000 Zuschauern mit 3:1 (1:0) und hat das Achtelfinale der Europa League erreicht. Willi Orban (38. Minute) brachte die Sachsen in Führung, André Silva (59.) erhöhte. Nach Videobeweis wurde es durch den Anschlusstreffer von Martín Zubimendi (65.) noch einmal richtig spannend, ehe der eingewechselte Emil Forsberg (89.) per Handelfmeter alles klar machte.

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"Es war von der ersten Minute an ordentlich, wir hätten aber in der ersten Hälfte mehr Tore machen müssen. Es war sehr reif, hier zu bestehen", resümierte Leipzigs Torschütze und Abwehrchef Orban nach dem Abpfiff.

RB startet furios

RB-Trainer Domenico Tedesco hatte seinem Team einen mutigen Auftritt verordnet. Und so dominierte Leipzig die erste Halbzeit und hatte schon in der dritten Minute eine Großchance. Konrad Laimer bediente von links Lukas Klostermann, der halbrechts an der Strafraumkante völlig frei stand, aber einen nur kläglichen Abschluss zustande brachte.

Acht Minuten später hatte Kevin Kampl die Führung auf dem Fuß: Ein Zuspiel von San Sebastiáns nicht immer souveränen Torhüter Mathew Ryan erlief er sich vor Aritz Elustondo, scheiterte dann aber im Eins-gegen-eins am australischen Keeper. Dani Olmos Nachschuss aus der Distanz rauschte rechts am Tor vorbei.

Nach einem Freistoß von Olmo scheiterte Orban (18.) mit einer Direktabnahme aus acht Metern am Schlussmann der Spanier. San Sebastián brachte im ersten Durchgang nichts Konstruktives zustande. La Real versuchte einzig und allein, im extrem defensiven Taktikkonzept von Trainer Imanol Algucil RB zu narkotisieren - was unterm Strich nicht gelang.

Strafstoß vergeben, Nachschuss sitzt

RB ging allerdings weiter fahrlässig mit seinen Chancen um. Stürmer André Silva brachte selbst einen berechtigten Elfmeter nach Foul von Ryan im Strafraum an Christopher Nkunku nicht direkt im Tor unter - Verteidiger Orban schaltete am schnellsten, sprintete fix in den Sechzehner und versenkte den von Ryan zunächst gehaltenen Ball im Nachschuss.

Silva mit Treffer in den Winkel

Auch nach dem Wiederanpfiff machten die Basken erst einmal im alten Trott weiter. Leipzig war weiterhin das buchstäblich wachere Team. Einen Schuss von Olmo (55.) aus 22 Metern parierte Ryan noch gut. Drei Minuten später war er machtlos. Blitzschnell überwand RB das Mittelfeld, Nkunku passte zu Silva, der den Ball aus 13 Metern im rechten Winkel versenkte.

Anschlusstor nach Videobeweis anerkannt

Doch dann wurde Real Sociedad doch noch einmal wachgeküsst. Zubimendi gelang nach 67 Minuten der Anschlusstreffer - nach Videobeweis. Zwei Minuten der Überprüfung dauerte es, bis feststand, dass Elustondo nur passiv im Abseits stand und der Torschütze gar nicht.

Forsberg behält die Nerven

Im Anschluss warf La Real seinen Möglichkeiten entsprechend alles nach vorne. Adnan Januzaj (73.) prüfte RB-Keeper Peter Gulacsi mit einem schlitzohrigen Freistoß. Nach Flanke von Aihen Muñoz köpfte der Ex-Dortmunder Alexander Isak (81.) rechts am Tor vorbei. Dann spielte Nkunku Aritz Elustondo im Strafraum den Ball an die Hand, wieder gab es Strafstoß. Der eingewechselte Forsberg schaffte es diesmal im ersten Anlauf, den Elfer im Tor unterzubringen, auch wenn Ryan die Ecke ahnte.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 24. Februar 2022 um 23:55 Uhr.