Julia Taubitz (M.), Anna Berreiter (l.) und Dajana Eitberger  | picture-alliance/dpa

Königssee Zweimal WM-Gold für deutsche Rodler

Stand: 29.01.2021 15:48 Uhr

Rennrodlerin Julia Taubitz und die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt haben am Königssee WM-Gold im Sprint gewonnen. Der überragende Rennrodler dieses Winters, Felix Loch, verpasste dagegen die erste von drei möglichen WM-Medaillen.

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Drei Entscheidungen gab es am ersten Tag der Rennrodel-WM am Königssee - zweimal durften deutsche Athlet:innen jubeln. Bei den Frauen feierte die deutsche Mannschaft einen Vierfacherfolg. Am Ende hatte Julia Taubitz aus Oberwiesenthal die Nase vorne und sicherte sich mit einem Fabellauf die Goldmedaille im Sprint vor ihren Teamkolleginnen Anna Berreiter (+ 0,011 Sekunden) und Dajana Eitberger (+ 0,199).

"Das ist so wunderschön. Ich bin überglücklich, da ist eine riesige Last von mir abgefallen", sagte die 24-jährigeTaubitz nach ihrem ersten WM-Einzelsieg. Und auch Berreiter, die erst in dieser Woche für den WM-Sprint nominiert worden war, konnte ihr Glück kaum fassen: "Ich bin überwältigt", sagte die 21-Jährige.

Natalie Geisenberger, große deutsche Goldhoffnung im Einsitzer, wurde mit 0,220 Sekunden Rückstand Vierte und verpasste auf ihrer Heimbahn überraschend eine Medaille.

Wendl/Arlt fahren zu Gold

Tobias Wendl und Tobias Arlt sind wieder da: In der kurzen WM-Disziplin, bei der die Zeit im Eiskanal nicht schon am Start, sondern erst nach etwa 100 Metern gemessen wird, setzten sich die früheren Seriensieger gegen das lettische Duo Andris Sics/Juris Sics (+ 0,014 Sekunden) und ihren deutschen Dauerkonkurrenten Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenberg/Suhl + 0,035) durch.

Mit einem guten fünften Platz komplettierten Hannes Orlamünder/Paul Constantin Gubitz (Zella-Mehlis + 0,114) das hervorragende deutsche Mannschaftsergebnis.

Felix Loch verpasst WM-Medaille im Sprint

 Nico Gleirscher | imago/Jasmin Walter

Nico Gleirscher Bild: imago/Jasmin Walter

Zuvor hatte Felix Loch die Bronzemedaille im Einzelsprint um 66 Tausendstelsekunden verpasst. Es siegte der Österreicher Nico Gleirscher, dessen Zeit (38,375 Sekunden) keiner seiner Konkurrenten unterbieten konnte. Mit 0,041 Sekunden Rückstand wurde der Russe Semjon Pawlitschenko Zweiter. Bronze ging an David Gleirscher aus Österreich (+ 0,042 Sekunden). Max Langenhan belegte Rang sechs (+ 0,157), Johannes Ludwig Platz neun (+ 0,346).

"Ich hatte oben einen riesigen Fahrfehler, der sich runterzog und unten dann richtig auswirkte", sagte Loch, "da hatte ich kurz Angst, dass mir der Schlitten nach oben geht und in die Bretter greift. Ich bin froh, dass ich heil unten angekommen bin."

Direkt im Anschluss werden auf der Bahn in Schönau am Königssee auch die Sprint-Weltmeister im Doppelsitzer und bei den Frauen ermittelt.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 29. Januar 2021 um 16:00 Uhr.