Sideris Tasiadis freut sich beim Kanu-Halbfinale der Herren im Kasai Canoe Slalom | picture alliance / empics

Kanuslalom bei Olympia Tasiadis holt Bronze für Deutschland

Stand: 26.07.2021 09:23 Uhr

Sideris Tasiadis hat seine zweite Olympiamedaille! Im Canadier-Einer paddelte der Augsburger am Montag (26.07.2021) mit einem sensationellen Auftritt im Olympia-Finale zu Bronze.

Nach Silber bei Olympia 2012 in London holte Tasiadis im Kasai Canoe Slalom Centre seine zweite Olympia-Medaille. "Ich habe sehr viel Zeit investiert in den letzten Jahren und habe mich heute für die Arbeit belohnt. Ich bin super happy", sagte Tasiadis.

Sportschau

Der 31-Jährige war im Finale auf dem anspruchsvollen 200 Meter langen Kurs mit 25 Toren so schnell wie nie zuvor auf dem künstlich angelegten Wildwasserkanal in Tokio. Mit kraftvollen Schlägen kämpfte sich der Routinier durch den Parcours und stellte zwischenzeitlich in 1:43,70 Minuten die Bestzeit auf.

Tasiadis muss um die Medaille bangen

Lange blieb er nicht in der Leaderbox. Unmittelbar nach Tasiadis pulverisierte der neue Olympiasieger Benjamin Savsek aus Slowenien die Bestzeit (1:38,25 Min.). Kurz danach war auch der Tscheche Lukas Rohan schneller als der Deutsche. Drei Fahrer standen noch oben, unten zitterte der Deutsche und erlebte, wie Ander Elosegi (Spanien), Daniel Watkins (Australien) und auch der Halbfinalschnellste Martin Thomas (Frankreich) seine Zeit nicht knacken konnten. Um 9.20 Uhr war klar, dass der Ausgburger mit Bronze zurück nach Deutschland fliegen wird.

Tokio-Ticket erst spät ergattert

Tasiadis hatte das Tokio-Ticket im vierköpfigen Slalomteam als Letzter ergattert. Bei der EM im italienischen Ivrea bewies er Nervenstärke und setzte sich gegen Weltmeister Franz Anton aus Leipzig durch.

Tasiadis baut Kajak zum C1 um

Für den erneuten Coup im Olympia-Kanal hatte er nichts dem Zufall überlassen. Die bitteren Momente von Rio 2016, als er in der Qualifikation und im Halbfinale Bestzeit fuhr und dann mit einem Leichtsinnsfehler im oberen Streckenabschnitt die Medaille als Fünfter um 46 Hundertstelsekunden verpasste, wollte er vermeiden. Dafür baute der Augsburger, dessen Eltern aus Griechenland stammen, extra ein Boot um. "Ich habe einfach ein Kajak genommen, das habe ich so umgebaut, dass es zum C1 wird." Vorteil: Es dreht besser und hat ein besseres Ansprechverhalten.

Dieses Thema im Programm:
Das Erste | Olympia Tokio 2020 | 26.07.2021 | 23:55 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Juli 2021 um 10:00 Uhr.