Leipzigs Haidara jubelt | dpa

2:0-Heimsieg Leipzig schlägt zehn Stuttgarter

Stand: 25.04.2021 17:20 Uhr

Verfolger RB Leipzig hat dem FC Bayern die Meisterparty auf dem Sofa verdorben. Durch einen 2:0 (0:0)-Sieg gegen den VfB Stuttgart nutzten die Sachsen den Ausrutscher der Münchner in der Fußball-Bundesliga und hielten am Sonntag (25.04.2021) ihre sehr kleine Titelchance aufrecht.

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Nach der 1:2-Niederlage der Bayern beim 1. FSV Mainz 05 am Tag zuvor beträgt der Rückstand von RB drei Spieltage vor Schluss noch sieben Punkte. Amadou Haidara (46. Minute) und Emil Forsberg (67., Foulelfmeter) trafen für die Leipziger, die nach drei Heimspielen in Folge ohne Sieg wieder erfolgreich waren. Zuvor hatte Stuttgarts Naouirou Ahamada die Rote Karte wegen groben Foulspiels (14.) gesehen.

RB-Trainer Julian Nagelsmann meinte nach der Partie: "Für uns war es ein wichtiger Sieg. Mit einer Niederlage heute wäre zu viel Druck in den Kampf um die Champions League und Platz zwei gekommen." VfB-Coach Pellegrino Matarazzo sagte: "Wir sind gut ins Spiel reingekommen. Nach der Roten Karte war es ein anderes Spiel. Wir haben lange gut verteidigt. Es war klar, dass wir die ein oder andere Chance überstehen müssen. Der Treffer nach der Pause war bitter."

Ahamada nach 14 Minuten mit Rot runter

Gegen Stuttgart tat sich Leipzig in den ersten Minuten durchaus schwer, beide Teams liefen viel - doch Torchancen ließen die Abwehrreihen kaum zu. Erst der Platzverweis für Ahamada brachte etwas Schwung rein. Der Franzose hatte Haidara mit offener Sohle getroffen, Schiedsrichter Deniz Aytekin zog nach Ansicht der Videobilder Rot.

RB drückte in der Folge mehr, Christopher Nkunku (16.) scheiterte aus spitzem Winkel an VfB-Torwart Gregor Kobel. Tormöglichkeiten kreierten die Gastgeber aber auch in dieser Phase zu wenige, weil der VfB sich stark zurückzog. Leipzig fand gegen die schwäbische Wand selten den Raum für den letzten Pass. Das Ergebnis waren einige Halbchancen nach Standards sowie ein Schuss aus dem Getümmel von Nkunku (37.) aus zwölf Metern, den Kobel zur Ecke lenkte.

23 Sekunden nach Wiederanpfiff - 1:0 für RB

Nach der Pause kam Leipzig mit beeindruckender Entschlossenheit aus der Kabine, eine exzellente Flanke von Dani Olmo köpfte Haidara mit dem ersten Angriff wuchtig ins Netz - und sie wollten mehr. Nach einer tollen Kombination mit Nkunku tauchte Haidara (52.) plötzlich alleine vor Kobel auf, der erneut in höchster Not parierte. Aus ähnlicher Lage hielt der Schweizer Schlussmann danach gegen Alexander Sörloth (57.).

Kobel lief in dieser Phase zur Höchstform auf, als er auch noch einen Volley von Angelino (63.) inklusive Olmos Nachschuss entschärfte. Es brauchte ein Foul von VfB-Verteidiger Konstantinos Mavropanos an Forsberg, um den Torwart ein zweites Mal zu überwinden. Leipzigs Schwede trat selbst an und verwandelte sicher in die rechte Ecke.

RB - jetzt ins DFB-Pokal-Halbfinale

Für RB steht am kommenden Freitag (30.04.2021) um 20.30 Uhr das Halbfinale im DFB-Pokal bei Werder Bremen an. Der VfB empfängt am Freitag (07.05.2021) ebenfalls um 20.30 Uhr in der Bundesliga den FC Augsburg. Leipzig spielt dann tags drauf um 15.30 Uhr in Dortmund.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. April 2021 um 18:00 Uhr.