Die Leipziger bejubeln den Torschützen Diego Demme (3. v. r.) | Bildquelle: picture alliance/dpa

Champions League RB Leipzig festigt Tabellenführung

Stand: 05.11.2019 20:56 Uhr

Vier Spiele, neun Punkte, Platz eins - für RB Leipzig könnte es in dieser Champions-League-Saison kaum besser laufen.

Am Dienstagabend (05.11.2019) siegte der Bundesligist mit 2:0 (1:0) bei Zenit St. Petersburg. Die Führung für Leipzig erzielte Diego Demme Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit, Marcel Sabitzer traf in der 63. Minute zum Endstand. Damit liegt Leipzig nach vier von sechs Gruppenspielen auf Platz eins der Gruppe G, Zenit ist Dritter mit vier Zählern.

"Mit dem Sieg haben wir einen riesigen Schritt in Richtung Achtelfinale gemacht. Das Tor vor der Halbzeit war wichtig, es hat uns etwas mehr Räume gegeben", sagte Demme am "Sky"-Mikrofon. Sein Kollege Sabitzer meinte: "Wird auch mal Zeit, dass Diego wieder trifft, er ist ja auch nicht mehr der Jüngste."

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann nahm gegenüber der 8:0-Gala gegen den 1. FSV Mainz 05 in der Bundesliga am Wochenende nur eine Änderung vor: Timo Werner saß auf eigenen Wunsch müde und mit Adduktorenproblemen auf der Bank, für ihn begann Emil Forsberg.

Leipzig freut sich zunächst zu früh

Es lief die 14. Spielminute, als die Leipziger zum ersten Mal an diesem Abend jubelten - doch sie hatten sich zu früh gefreut: Nach Vorarbeit von Christopher Nkunku kam Linksverteidiger Marcel Halstenberg zum Schuss, er traf flach unten ins lange Eck zur vermeintlichen Führung für RB. Schiedsrichter Orel Grinfeld gab den Treffer zunächst auch, ehe er seine Entscheidung nach Sichtung der Videobilder doch revidierte. Er hatte auf Handspiel von Nkunku entschieden.

Fortan entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem Leipzig überlegen war, aber auch Zenit punktuell nach langen Bällen zu Chancen kam. Die beste hatte Sardar Azmoun, doch sein Schuss flog knapp am Tor vorbei. Da lief bereits die zweite Minute der Nachspielzeit, doch das Highlight dieser ersten Hälfte sollte noch kommen.

Demme in ungewohnter Rolle

In der fünften Minute der Extrazeit landete ein Freistoß von Sabitzer über Umwege bei Demme. Und Leipzigs Sechser, bislang eher selten als Torschütze in Erscheinung getreten, zog aus 20 Metern ab, traf zur Führung und war nachher entsprechend glücklich: "Ein geiles Ding. Ich habe mich riesig gefreut. Es kommt nicht so häufig vor, umso schöner ist es."

Sabitzer sorgt für die Entscheidung

In der zweiten Hälfte wurde Leipzig dann von Minute zu Minute stärker, Zenit hingegen agierte nun trotz des Rückstands deutlich harmloser. Die Entscheidung fiel, als Sabitzer nach einer ansehnlichen Kombination über vier Stationen an den Ball kam, Zenits Torhüter Michail Kerzhakov mühelos umkurvte und ins kurze Ecke traf (63. Minute). Der kurz zuvor eingewechselte Werner hatte den Treffer mit seiner ersten Aktion eingeleitet.

Durch den Zwei-Tore-Rückstand blieb den Gastgebern keine Wahl: Sie gaben ihre Zurückhaltung auf und machten Druck nach vorn. RB-Torhüter Peter Gulacsi war bei einem Kopfball von Yordan Osorio nach 70 Minuten aber mit einer herausragenden Flugparade zur Stelle. Auch auf die nun doch nochmal etwas offensivere Herangehensweise der Russen hatte RB dann aber schnell eine Antwort und agierte aggressiver in den Zweikämpfen, sodass diese Phase auch schnell wieder vorbei war.

Für Leipzig geht es am Samstag (09.11.2019) in der Bundesliga gegen Hertha BSC weiter, in der Königsklasse steht am 27. November ein Heimspiel gegen Benfica Lissabon an.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. November 2019 um 06:00 Uhr.

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