Japans Skispringer Ryoyu Kobayashi feiert den Sieg. | Bildquelle: AFP

Vierschanzentournee Kobayashi fliegt Eisenbichler davon

Stand: 04.01.2019 15:56 Uhr

Ryoyu Kobayashi steuert auf den klaren Sieg bei der Vierschanzentournee zu. Der Japaner gewann auch das dritte Springen in Innsbruck souverän. Verfolger Markus Eisenbichler verlor den Anschluss.

Eisenbichler ging angriffslustig ins dritte Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck am Freitag (04.01.2019). Auf starke 129 Meter segelte der Bayer im ersten Durchgang. So sicher, so souverän, als wollte er allen zeigen, dass Platz 32. in der Qualifikation am Donnerstag nur ein einmaliger Ausrutscher war.

Die Vierschanzentournee - der 2. Durchgang aus Innsbruck
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Weiter flogen nur wenige in den K.o.-Duellen. Der Österreicher Stefan Kraft schob sich mit 129,5 Metern zwischenzeitlich auf Platz eins, gefolgt vom Norweger Andreas Stjernen (131 Meter) und dem Slowenen Timi Zajc (130 Meter). Dann kam der Tourneeführende Ryoyu Kobayashi als letzter Springer - und der Japaner sorgte mit einem 136,5-Meter-Satz für ungläubiges Staunen am Bergisel. Nur eineinhalb Meter fehlten zum Schanzenrekord des Österreichers Michael Hayböck aus dem Jahr 2015.

Eisenbichlers kurzer zweiter Sprung

Die klare Führung für Kobayashi, deutliche 22,8 Punkte vor Eisenbichler, der sich als 14. für den zweiten Durchgang qualifizierte. Sollte das schon die Tournee-Vorentscheidung sein? Sie war es, denn der Konter von Eisenbichler im zweiten Durchgang blieb aus. Schlimmer noch: Eisenbichler setzte im zweiten Durchgang schon nach 123,5 Metern auf und verlor weiter an Boden. Am Ende wurde er 13.

Denn Kobayashi präsentierte sich auch im zweiten Sprung - bis auf einen kleinen Wackler bei der Landung - souverän. 131 Meter zelebrierte er auf dem Bergisel und sorgte im dritten Tourneespringen mit seinem dritten Sieg fast schon für die Vorentscheidung. Den Vorsprung auf Eisenbichler in der Gesamtwertung vergrößerte er von 2,3 auf 45,5 Punkte - umgerechnet rund 25 Meter. Zweiter in Innsbruck wurde Kraft vor Stjernen.

Eisenbichler: "Kobayashi ist einfach brutal"
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Leyhe knapp am Podest vorbei, Freitag in den Top Ten

Von den übrigen Skispringern des Deutschen Skiverbands (DSV) konnten in Innsbruck vor allem Stephan Leyhe und Richard Freitag überzeugen. Leyhe (129 Meter im ersten Durchgang) und Freitag (128 Meter) brachten sich zunächst auf den Rängen fünf und zwölf in Position. Mit Flügen auf 127,5 Meter und 124 Meter im Finaldurchgang sicherten sich beide am Ende die Plätze vier und acht.

Enttäuschend dagegen erneut Olympiasieger Andreas Wellinger (118,5 Meter im ersten Durchgang) und auch Karl Geiger (120,5 Meter), die gerade so in den Finaldurchgang sprangen. Doch auch dort blieben beide weit unter ihren Möglichkeiten. Wellinger wurde nach Sprung zwei auf 121 Meter 20., Geiger (115,5 Meter) nur 24.

David Siegel zog mit 123 Metern ins Finale ein, legte dort aber nur 112,5 Meter nach und wurde 28. Constantin Schmid verpasste nach einem Sprung auf 121 Meter den zweiten Durchgang, in seinem direkten Duell gegen den Norweger Robert Johansson (129 Meter) war er ohne Chance.

Die Vierschanzentournee - der 1. Durchgang aus Innsbruck
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Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Januar 2019 um 17:00 Uhr.

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