Bundesliga 31. Spieltag: Wolfsburg gegen Hoffenheim | Bildquelle: dpa

1:4 gegen Wolfsburg Dämpfer für Hoffenheim

Stand: 28.04.2019 18:43 Uhr

Dank zweier grober Schnitzer von TSG-Torwart Oliver Baumann hat der VfL Wolfsburg nicht nur Hoffenheim klar besiegt, sondern auch für das internationale Geschäft wichtige Punkte eingefahren.

Tempo, Torszenen, teilweise Spektakel und Dramatik - all das bot die Partie der Europacup-Anwärter 1899 Hoffenheim und VfL Wolfsburg am Sonntag (28.04.2019). Am Ende hatten die "Wölfe"beim 4:1 (1:1)-Auswärtssieg das bessere Ende für sich. Adam Szalai (9. Minute) hatte die TSG in Führung gebracht, William (41.) glich aus. Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann brachte den VfL auf die Siegerstraße. Erst ließ er einen Kopfball von Wout Weghorst durch die Arme rutschen (69.). Auch beim dritten Gegentreffer von Maximilian Arnold aus spitzem Winkel (85.) sah Baumann nicht gut aus. Bei Weghorsts (88.) zweitem Treffer war er machtlos.

Es war der erste Sieg in Sinsheim seit sechseinhalb Jahren für den VfL, der nun wieder mittendrin ist im Kampf um die internationalen Plätze. Hoffenheim musste nach vier Siegen in Folge eine bittere Niederlage hinnnehmen und hat vier Punkte Rückstand auf die Champions-League-Plätze. "Wir haben das Spiel mehr als verdient gewonnen. Das Mehr-Wollen, den Gegner quälen war ausschlaggebend", freute sich VfL-Trainer Bruno Labbadia am Sportschau-Mikrofon.

Offensive vom Anpfiff weg

Beide Teams gestalteten die Partie vom Anpfiff weg offensiv. Nach einem Warnschuss des Hoffenheimers Nico Schulz (1.) hatte der VfL zwei gute Chancen. Zunächst hielt Baumann gegen Admir Mehmedi (2.), dann lenkte er einen Schuss von Felix Klaus an die Latte (4.). Auf der Gegenseite sorgte Ishak Belfodil zweimal für Gefahr (5. und 7.). Zwei Minuten später ging die TSG nach einem feinen Spielzug übers ganze Feld in Führung: Szalai vollendete nach Vorarbeit von Andrej Kramaric und Schulz.

Kramaric vergibt Strafstoß

Die Hoffenheimer drückten auf eine frühe Vorentscheidung, und dramatisch ging es weiter. In der 13. Minute traf Belfodil die Latte. Dann gab es einen Foulelfmeter für die Gastgeber nach Videobeweis, den Kramaric an den Pfosten setzte (15.). TSG-Trainer Julian Nagelsmann haderte später: "Wenn wir den Elfmeter verwandeln, geht das Spiel in unsere Richtung. Aber nach dem Strafstoß haben wir den Glauben verloren."

Offene Partie - bis zu Baumanns Fehler

Die Wolfsburger blieben aber zunächst unter Druck. In der 23. Minute vergab Szalai die Chance auf seinen zweiten Treffer. Vier Minuten später hatte Robin Knoche den Ausgleich auf dem Kopf, vergab aber aus kurzer Distanz.Knoches vergebene Großchance wirkte wie ein Weckruf auf die "Wölfe". Mehmedi verzog nur knapp aus der Distanz (37.). Eine Minute später lenkte Baumann einen Schuss von Arnold gerade noch zur Ecke. Besser machte es William mit einem fein gezirkelten Kunstschuss zum Ausgleich.

Nagelsmann ärgert sich über Fans

Nach dem Seitenwechsel ging es etwas gemächlicher weiter, beide Mannschaften spielten aber weiter auf Sieg. Die besten Chancen in dieser Phase hatten die Hoffenheimer Szalai (65.) und Kasim Adams (67.). Dann wurde der bis dahin so starke Baumann mit seinen beiden Patzern zur tragischen Figur der Partie. Viele Hoffenheimer Fans wanderten schon vor dem Abpfiff ab - was Trainer Nagelsmann auf die Palme brachte: "Anspruchsdenken und Wirklichkeit gehen anscheinend bei einigen relativ weit auseinander. Vielleicht ist da der Opernbesuch doch besser."

Hoffenheim spielt am kommenden Samstag (04.05.2019) um 15.30 Uhr bei Borussia Mönchengladbach. Wolfsburg tritt zeitgleich daheim gegen den 1. FC Nürnberg an.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. April 2019 um 17:15 Uhr.

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