Hoffenheimer jubeln bei Sieg über Paderborn | Bildquelle: dpa

Hoffenheim - Paderborn 3:0 Hoffenheim nimmt Paderborn auseinander

Stand: 01.11.2019 23:01 Uhr

Noch bevor sich der SC Paderborn ordentlich sortiert hatte, war die Partie für den Aufsteiger gelaufen: Die TSG Hoffenheim hat nach einem Blitzstart völlig ungefährdet die drei Punkte eingefahren.

Die Mannschaft von Alfred Schreuder springt nach dem 3:0 (3:0) am Freitagabend (01.11.2019) nun zumindest für eine Nacht auf einen Europa-League-Platz. Schon in der 2. Minute nahm das Unheil für die heillos überforderten Paderborner ihren Lauf. Robert Skov jagte einen Freistoß aus gut 25 Metern ins Tor, SCP-Torhüter Leopold Zingerle sah dabei gar nicht gut aus. Chancenlos war der nicht unumstrittene Keeper dann aber bei den beiden nächsten Gegentoren.

Klasse kombiniert

Nach einer Viertelstunde ließen die Gastgeber den Ball perfekt über mehrere Stationen laufen, am Ende der Kombinationskette spielten Lukas Rupp und Florian Grillitsch den aufgerückten Pavel Kaderabek frei, der nur noch ins lange Eck einzuschieben brauchte. Von irgendwelchen Gegenspielern war in dieser Szene nichts zu sehen, das ähnelte den Gegegebenheiten beim 3:0. Über Grillitsch und Kaderabek landete der Ball bei Jürgen Locadia, der Mohamed Dräger mit einem Hüftwackler ausmanövrierte und ebenfalls locker einschob.

Zu diesem Zeitpunkt waren ganze 25 Minuten absolviert - so schnell war das gerade erst mit dem ersten Saisonsieg über Fortuna Düsseldorf mühsam erarbeitete Selbstvertrauen der Paderborner wieder ruiniert. SCP-Trainer Steffen Baumgart reagierte auf das über die Maßen naive Deckungsverhalten seiner Spieler und tauschte zur Pause doppelt: Neben Dräger musste Cauly Oliveira Souza in der Kabine bleiben, was insofern überraschte, als der die einzige Paderborner Torchance im ersten Durchgang hatte - doch die entschärfte TSG-Keeper Oliver Baumann mit einem starken Reflex (19. Minute).

Hoffenheim schaltet runter

Nach dem Wechsel standen die Gäste dann defensiv ein wenig stabiler und konnten zudem froh sein, dass die TSG gleich mehrere Gänge zurückschaltete. Der eingewechselte Sargis Adamyan hatte in der 73. Minute nochmal eine gute Einschussmöglichkeit, Zingerle machte in dieser Szene aber gut die kurze Ecke dicht und wehrte den Ball mit einer Hand ab. Den Rest der Partie brachte die TSG dann im Verwaltungsmodus über die Bühne, beeindruckend dabei war eine Passquote über die gesamte Partie von rund 95 Prozent.

Der starke Grillitsch analysierte nach der Partie bei "Dazn": "Die ersten 25 Minuten waren schon sehr gut von uns, wir waren sehr effizient. Danach haben wir etwas runtergeschaltet und hätten die ein oder andere Szene sicher besser ausspielen können. Aber insgesamt war das schon sehr überzeugend."

"Haben unser Gesicht gewahrt"

Hoffenheims Coach Schreuder war hochzufrieden: "Die Jungs haben das überragend gemacht. Die erste Halbzeit war fast perfekt. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel einfach kontrolliert. So wollen wir die Mannschaft sehen. Wenn wir so weitermachen, sind wir ein sehr, sehr gutes Team."

Sein Kollege Baumgart gab zu: "Hoffenheim war klar überlegen. Es gab nach 25 Minuten die Befürchtung, dass das noch ganz anders ausgeht. In der zweiten Halbzeit wollten wir Ruhe ins Spiel bringen, zumindest das ist gelungen. Wir haben unser Gesicht gewahrt. Aus diesem Spiel müssen wir jetzt die richtigen Schlüsse ziehen."

Die Hoffenheimer müssen am 11. Spieltag erneut freitags ran, am 8. November geht es zum 1. FC Köln. Der SCP spielt einen Tag später zu Hause gegen den FC Augsburg.

Quelle: sportschau.de

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