DHB-Nationalspieler Paul Drux (l.) gegen einen ungarischen Angreifer  | afp/Anne-Christine Poujoulat

Niederlage gegen Ungarn Handballer müssen um WM-Viertelfinale bangen

Stand: 19.01.2021 22:07 Uhr

Die deutschen Handballer haben bei der WM in Ägypten den Gruppensieg verpasst und müssen nun um das Viertelfinale bangen. Die Mannschaft verlor ihr letztes Vorrundenspiel knapp gegen Ungarn.

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Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason unterlag am Dienstag (19.01.2021) in Gizeh gegen Ungarn mit 28:29 (14:15) und verpasste damit eine optimale Ausgangslage. Das DHB-Team startet mit 2:2 Punkten in die Hauptrunde. Bester Torschütze gegen Ungarn war Linksaußen Marcel Schiller mit sieben Treffern.

Jetzt gegen Spanien, Polen und Brasilien

Deutschland trifft zum Auftakt am Donnerstag auf Europameister Spanien, dann geht es gleich um alles oder nichts. Weitere Hauptrundengegner sind Polen und Brasilien. Die beiden Erstplatzierten der Hauptrundengruppe I qualifizieren sich für das Viertelfinale.

Vor dem Hauptrunden-Start wechselt das DHB-Team die Unterkunft. Aus dem Mena House am Fuße der Pyramiden von Gizeh geht es am Mittwoch um 10 Uhr Ortszeit ins 70 Kilometer östlich gelegene Al Masa Hotel in Kairo.

Deutschland bestritt gegen Ungarn seine erst zweite Partie des Turniers. Das eigentlich für Sonntag geplante zweite Vorrundenspiel gegen Kap Verde war coronabedingt abgesagt und für Deutschland gewertet worden. Das Auftaktmatch gegen Uruguay hatte das DHB-Team deutlich für sich entschieden (43:14).

Deutsche Abwehr funktionierte nicht

Das DHB-Team tat sich in einem sehr intensiven Spiel schwer. Ungarns Kreisläufer Bence Banhidi kam immer wieder frei zum Wurf, deutsche Ballverluste resultierten stets in ungarischen Gegenstößen. Beim 6:10 (17. Minute) nahm Gislason die erste Auszeit.

Auch in der Folge funktionierte die deutsche Abwehrzentrale aus Johannes Golla und Sebastian Firnhaber überhaupt nicht, im eigenen Angriff war der Respekt vor der aggressiven Defensive der Magyaren zu groß. Mit der ersten Parade von Johannes Bitter, der für Wolff zwischen die Pfosten rückte, begann dann die bis dato beste deutsche Phase. Vom 10:15 (26.) kämpfte sich Deutschland mit einem 4:0-Lauf auf einen Treffer heran.

Weber: "Ein Scheißgefühl"

Nach dem Wechsel glich Deutschland zwar sofort aus, lief anschließend aber wieder einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Denn im Angriff ließ das deutsche Team klarste Chancen liegen. Immerhin: Die Deckung klappte etwas besser.

Mitte der zweiten Hälfte war beim 22:22 alles offen. In der spannenden Schlussphase neigte sich die Waage dann zugunsten der Ungarn, die am Ende ausgelassen über den knappen Sieg in fast letzter Sekunde jubelten.

"Es ist extrem bitter, wie das am Ende gelaufen ist. Wir sind über die Emotion gekommen, haben auch unsere Stärken ausgespielt, waren aber dann ein paarmal zu oft zu weit weg", sagte Spielmacher Philipp Weber im ZDF. Sein Fazit: "Das ist jetzt schon ein Scheißgefühl."

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Januar 2021 um 02:45 Uhr.