Konrad Laimer bejubelt sein Tor gegen Wolfsburg. | Bildquelle: Bongarts/Getty Images

DFB-Pokal Leipzig schießt Wolfsburg ab

Stand: 30.10.2019 20:51 Uhr

Frust in der Liga, Lust im Pokal: Der zuletzt schwächelnde Titelkandidat RB Leipzig ist am Mittwoch (30.10.2019) mit einem 6:1 (1:0)-Kantersieg beim VfL Wolfsburg ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen und hat den Niedersachsen eine schmerzhafte erste Pflichtspiel-Niederlage der Saison beigebracht.

Ein Eigentor von VfL-Innenverteidiger Jeffrey Bruma (13. Minute) brachte den Finalisten der Vorsaison auf die Siegerstraße. Marcel Sabitzer (55.), Emil Forsberg (58.), Konrad Laimer (61.) und Timo Werner (68., 88.) sorgten in der zweiten Hälfte für klare Verhältnisse. Kurz vor dem Ende traf Wout Weghorst (89.) für Wolfsburg.

Vor der Pause nur ein Eigentor

Die Gäste gaben zu Beginn den Ton an, der frühe Führungstreffer war der Lohn. Verteidiger Willi Orban scheiterte nach einer Ecke mit seinem Schuss aus kurzer Distanz an Pavao Pervan, vom VfL-Torhüter prallte der Ball unglücklich zu Bruma und von dessen Hüfte ins Tor. Der Rückstand wirkte als Weckruf für die Hausherren, die danach etwas aggressiver zu Werke gingen. RB wurde zudem durch den verletzungsbedingten Wechsel von Kapitän Orban aus dem Konzept gebracht. Für den Abwehrchef kam Stefan Ilsanker in die Partie. Aufgrund der vielen Zweikämpfe und Ungenauigkeiten auf beiden Seiten kam zunächst kaum Spielfluss auf.

Werner trifft doppelt

Die Wolfsburger kamen in der zweiten Halbzeit mit viel Schwung aus der Kabine, doch wirklich zwingend waren die Angriffsbemühungen nicht. Leipzig verlegte sich aufs Kontern - und war mit dieser Taktik höchst erfolgreich. Vor allem Werner blühte nun auf und war doppelt erfolgreich gegen Wolfsburger, die nun völlig auseinanderfielen. VfL-Torjäger Weghorst kam erst beim Ehrentreffer zum Zug. "Es war eine sehr gute Antwort auf die letzten Wochen", sagte Torschütze Laimer der Sportschau. "Wir können stolz auf die Leistung sein. Der Sieg war in der Höhe nicht mal unverdient."

"Das war eine deftige Niederlage. Nach so einem Spiel liegt man am Boden, jetzt müssen wir versuchen, wieder aufzustehen", befand Wolfsburgs Sportdirektor Marcel Schäfer: "Die Leipziger waren eiskalt und gnadenlos, als wir unser Konzept verloren haben."

Für Wolfsburg geht es am Samstag (02.11.2019) mit einem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund weiter. RB Leipzig empfängt zur gleichen Zeit den 1. FSV Mainz 05.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. Oktober 2019 um 21:00 Uhr.

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