Nationalspielerinnen jubeln nach einem Treffer gegen Griechenland.  | dpa

EM-Qualifikation DFB-Frauen vor perfekter Qualifikation

Stand: 27.11.2020 18:04 Uhr

Sieben Spiele, sieben Siege, kein Gegentor: Die deutschen Fußballerinnen haben ihre Erfolgsserie mit einem weiteren Kantersieg fortgesetzt und die perfekte EM-Qualifikation vor Augen.

Sportschau

Angeführt von der dreifachen Torschützin Laura Freigang setzte sich die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag (27.11.2020) im letzten Heimspiel des Jahres gegen den klaren Außenseiter Griechenland souverän mit 6:0 (4:0) durch.

Für die EURO 2022 in England war das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bereits zuvor qualifiziert.

"Die Leistung war ordentlich", sagte die Bundestrainerin im "ZDF": "Nur die Chancenauswertung ist ein kleiner Makel." Freigang merkte selbstkritisch an: "Ich hätte noch ein, zwei Tore mehr machen können." Allerdings könne sie sich angesichts der drei Treffer auch "nicht beschweren".

In Ingolstadt brachte Innenverteidigerin Marina Hegering (16. Minute) die deutsche Elf per Kopf nach einem Eckball früh auf Kurs. Vor den Augen von DFB-Direktor Oliver Bierhoff erzielte Frankfurts Shootingstar Freigang (21., 39., 45.) noch vor der Pause einen Hattrick. Die 22-Jährige, derzeit auch beste Torjägerin in der Bundesliga, steht nach drei Länderspielen nun schon bei vier Toren.

In der Schlussphase durfte Linda Dallmann (72.) über ihren siebten DFB-Treffer jubeln. Paulina Krumbiegel (90.+3) setzte mit ihrem Premierentreffer den Schlusspunkt.

Nächstes Spiel in Irland

Zum Abschluss des Länderspieljahres steht am Dienstag (01.12.2020) das Duell in Irland auf dem Programm. Mit einer makellosen Bilanz und 43:0-Toren führt Deutschland die Gruppe I mit acht Punkten vor den Irinnen an. Die EM-Endrunde war wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden.

Popp und andere Stammkräfte fehlen

Im Vorfeld hatte Voss-Tecklenburg ein dynamisches Spiel ohne Gegentor gefordert. Insgesamt durfte sie mit dem Auftritt ihres Teams zufrieden sein, obwohl einige Stammkräfte um Kapitänin Alexandra Popp (Fußverletzung) fehlten.

Dzsenifer Marozsan lenkte in ihrem 101. Länderspiel im Zentrum routiniert das deutsche Spiel, in der Offensive überzeugte die junge Garde. Neben Freigang sorgte auch Klara Bühl (19) über die Flügel immer wieder für Gefahr, im zweiten Durchgang durfte sich unter anderem Paulina Krumbiegel (20) präsentieren. Torhüterin Merle Frohms musste sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt indes individuell warmhalten und kam nie in Bedrängnis.

Auch nach dem Seitenwechsel erarbeitete sich das DFB-Team mehrere gute Möglichkeiten, die Chancenverwertung ließ allerdings zu wünschen übrig. Ein Treffer von Lina Magull (58.) wurde wegen vermeintlicher Abseitsstellung zu Unrecht aberkannt.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 27. November 2020 um 21:45 Uhr.