Laura Dahlmeier liegt nach dem Sprint in Nove Mesto glücklich im Ziel.

Weltcup-Comeback Biathletin Dahlmeier überraschend Zweite

Stand: 21.12.2018 18:00 Uhr

Laura Dahlmeier ist bei ihrer Rückkehr in den Biathlon-Weltcup mit der Laufbestzeit sofort auf das Podest gestürmt. Im Sprint über 7,5 Kilometer im tschechischen Nove Mesto musste sie sich nur der Norwegerin Marte Olsbu Röiseland (19:44,6 Minuten) geschlagen geben, die ihren ersten Weltcupsieg feierte. Die Slowakin Paulina Fialková wurde Dritte. Dahlmeiers zweiter Rang war der erste Podestplatz für die deutschen Biathlon-Frauen in diesem Winter.

Mit Platz zwei verschaffte sich Dahlmeier (Garmisch-Partenkirchen) auch eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Samstag (ab 16.50 Uhr im Livestream und Live-Ticker). Die Doppel-Olympiasiegerin, die mit der Starnummer 84. ins Rennen ging, lief eine Spitzenzeit in der ersten Runde. Bei ihrer Rückkehr nach einigen Verletzungen und einer Virusinfektion räumte sie im Liegendschießen alle Scheiben ab.

Dahlmeier: "Mega-emotional heute für mich"
Dahlmeier: "Mega-emotional heute für mich"

Die 25-Jährige, die vor vier Jahren in Nove Mesto ihren ersten Sprint-Weltcupsieg errungen hatte, machte dann einen Fehler beim zweiten Schießen. Mit der schnellsten Laufzeit aller 97 Starterinnen verpasste sie den ersten Platz nur um 4,5 Sekunden. "Ich wusste nicht, ob ich jemals wieder Leistungssport betreiben kann. Das heute ist so ein großes Geschenk für mich", sagte sie über ihre emotionale Rückkehr.

Laura Dahlmeier strahlt nach Platz zwei bei ihrer Rückkehr in Nove Mesto.
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Laura Dahlmeier strahlt nach Platz zwei bei ihrer Rückkehr in Nove Mesto.

Preuß zufrieden - Hildebrand kämpft mit dem Schnee

Franziska Preuß (Haag) startete mit einem schnellen, fehlerfreien Liegendschießen. Stehend ging allerdings der erste Schuss daneben. Sie erklärte: "Ich war sehr unruhig und war froh, dass vier Treffer gefallen sind." Insgesamt sei sie mit Platz 16 zufrieden, so Preuß, auch wenn sie für die anderen "den Schneepflug" spielte. Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld), die es 2014/15 in Nove Mesto erstmals im Sprint aufs Podest geschafft hatte, legte liegend eine einwandfreie Serie hin. Ihr vorletzter Schuss beim Stehendschießen verfehlte aber das Ziel. Sie hatte mit dem Schneetreiben zu Beginn des Rennens zu kämpfen und kam auf Rang 21. "Da haben wir einen Bremser drin gehabt", sagte sie im Ersten.

Hinz und Horchler mit je einem Fehler

Vanessa Hinz (Schliersee) kam mit einem Fehler beim Stehendschießen auf Platz 22. Sie analysierte: "In der zweiten Runde ging es deutlich besser als in der ersten." Zudem kündigte sie an: "Morgen werde ich wieder Vollgas geben." Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld) musste nach dem zweiten Schießen einmal in die Strafrunde und belegte im Ziel Position 27.

Herrmann muss korrigieren

Denise Herrmann (Schlema), die als Vierte ins Rennen gegangen war, blieb im Liegendschießen ohne Fehler. Stehend, wo sie zwischendurch ihren Stand korrigierte, verfehlte sie dreimal die Scheibe. Mit den zusätzlichen 450 Metern reichte es nur für Platz 45. Aber immerhin qualifizierte sie sich wie die anderen deutschen Starterinnen für die Verfolgung.

Dorothea Wierer | Bildquelle: picture alliance/dpa
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Dorothea Wierer patzt jeweils einmal.

Favoritinnen mit Problemen am Schießstand

Die Gesamtweltcup-Führende Dorothea Wierer aus Italien scheiterte je einmal liegend und stehend. Sie wurde Neunte. Einen rabenschwarzen Tag erwischte die Finnin Kaisa Mäkäräinen trotz guter Laufzeit mit insgesamt fünf Fehlern. Mit Platz 58 qualifizierte sie sich knapp für die Verfolgung. Rang zwei in der Gesamtweltcup-Wertung gab sie vorerst an Fialková ab.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 21. Dezember 2018 um 19:44 Uhr.

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