Leroy Sane freut sich über seinen Treffer gegen RB Salzburg - im Hintergrund jubeln seine Teamkollegen Müller und Lewandowski | dpa

Champions League Bayern machen das Achtelfinale klar

Stand: 25.11.2020 23:35 Uhr

Angeführt von Robert Lewandowski ist der FC Bayern trotz Unterzahl in der Schlussphase in das Achtelfinale der Champions League eingezogen. Beim 3:1 (1:0) am Mittwoch (25.11.2020) gegen den FC Salzburg bejubelte der polnische Superstürmer seinen 71. Treffer in der Fußball-Königsklasse und rückte in die Top 3 der Torjäger in Europas Bestenliga vor.

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Nach Lewandowskis Führung (43. Minute) sorgten ein von Maximilian Wöber ins eigene Tor abgefälschter Schuss von Kingsley Coman (52.) und ein Kopfball von Leroy Sané (68.) für die weiteren Treffer beim nächsten Münchner Erfolg der Rekordserie von nunmehr 15 Siegen am Stück in Europa. Durch den vierten Sieg im vierten Gruppenspiel steht der Titelverteidiger vorzeitig in der K.o.-Runde, auch nach Gelb-Rot für Bayerns Königsklassen-Debütant Marc Roca (66.) wurde es nicht mehr eng.

Manuel Neuer hält überragend

Das lag auch am lange unüberwindbaren Manuel Neuer im Bayern-Tor, der nach einer spektakulären Rettungstat jubelnd die Arme hochriss (70.). Beim Tor durch den deutschen U21-Nationalspieler Mergim Berisha war der DFB-Keeper machtlos (73.). "Es ist wichtig, dass wir jetzt bereits Gruppensieger sind. Das ist ein klarer Schritt in die richtige Richtung", sagte Neuer bei "sky". "Ich glaube, es war wieder vieles möglich in diesem Spiel, es war auf jeden Fall wieder mehr drin", sagte der heutige Salzburger und frühere Bremer Zlatko Junuzovic, der auch Neuer Respekt zollte. "Er ist einfach ein Weltklasse-Tormann, das zeigt er immer wieder, das muss man auch anerkennen", sagte Junuzovic.

Als Torgarant präsentierte sich einmal mehr Lewandowski: In der Champions League trafen nur die mehrmaligen Weltfußballer Cristiano Ronaldo (Juventus Turin/131 Tore) und Lionel Messi (FC Barcelona/118) häufiger als der 32-Jährige, der mit Real Madrids Legende Raúl gleichzog.

Am Tag des Todes der argentinischen Legende Diego Maradona begann die Partie mit einer Schweigeminute, beide Mannschaften trugen Trauerflor.

Richards und Roca erstmals in der Startelf

Chris Richards stand gegen den FC Salzburg erstmals in der Startelf und bestritt sein Debüt in der Fußball-Königsklasse genauso wie Marc Roca. Der amerikanische Abwehrspieler Richards zeigte zu Beginn noch einige Unsicherheiten und Nervosität.

In einem sehr intensiven Spiel taten sich die Gastgeber anfangs schwer und hatten gleich in einigen Situationen sogar Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Zwar bemühten sich die Bayern um mehr Zug und Tempo in den Aktionen als in der ersten Hälfte beim 1:1 gegen Bremen in der Bundesliga am Samstag. Doch erneut durften sie sich bei Neuer bedanken, der nach der starken Vorstellung gegen Werder auch auf der prestigeträchtigsten Fußball-Bühne Europas sein Ausnahmekönnen demonstrierte. Bei einer Doppelchance durch Berisha und Enock Mwepu reagierte Neuer ebenso herausragend (16.) wie später gegen Dominik Szoboszlai (35.) oder in der zweiten Halbzeit erneut gegen Berisha und Mwepu (70.).

Lewandowski ebnet den Weg

Dass in Unterzahl nichts mehr passierte, lag (auch) daran, dass Sané nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung auf 3:0 erhöhte. Den Weg ebnete aber wieder einmal Lewandowski noch in der ersten Hälfte. Einen Schuss von Thomas Müller konnte FC-Schlussmann Cican Stankovic noch abwehren, doch dann stand der Pole richtig und staubte ab. Nach der Pause spielten die Bayern mit dem Gefühl des Vorsprungs souveräner. In der Verteidigung erwies sich Jérôme Boateng als sicherer Rückhalt. Das 3:1 konnte aber auch Boateng nicht verhindern. Nachdem Wöber einen Schuss von Kingsley Coman unhaltbar abgefälscht hatte und Sané nach feiner Flanke von Coman per Kopf auf 3:0 erhöhte, kamen die Salzburger dann doch noch zu ihrem verdienten Tor - nach langem Warten auf das Okay des Videoschiedsrichters zählte der Treffer.

Jetzt wartet Atletico

Am nächsten Champions-League-Spieltag (01.12.2020) treten die Bayern bei Atletico Madrid an, Salzburg muss zu Lokomotive Moskau.

In der Bundesliga hat München die nächste schwierige Aufgabe vor sich, der starke Aufsteiger VfB Stuttgart erwartet den Rekordmeister. Salzburg gastiert in der österreichischen Bundesliga in St. Pölten in Niederösterreich.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 25. November 2020 um 22:50 Uhr.