Daniel Didavi (l.) im Zweikampf mit Ellyes Skhiri | Bildquelle: imago/Eibner

Fußball-Bundesliga Kölns Ergebniskrise dauert an

Stand: 23.10.2020 22:22 Uhr

Mit einem deutlichen Heimsieg gegen den 1. FC Köln hätte der VfB Stuttgart die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga erobern können, doch daraus wurde nichts. Köln hingegen wartet nun schon seit 15 Ligaspielen auf einen Sieg.

Als der 1. FC Köln am Freitagabend (23.10.2020) beim VfB Stuttgart antrat, war das Team von Markus Gisdol in der Bundesliga bereits seit siebeneinhalb Monaten sieglos. Auf das Ende der Ergebniskrise müssen die Kölner allerdings weiter warten, sie kamen zum Auftakt des 5. Spieltags nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Orel Mangala brachte Stuttgart früh in Führung (1. Minute), Sebastian Andersson glich per Strafstoß für Köln aus (23.). In der Tabelle liegt der VfB deshalb mit acht Punkten auf Rang vier, die Kölner warten weiter auf den ersten Saisonsieg, haben nur zwei Zähler und stehen auf Relegationsrang 16.

Begonnen hatte die Partie für die Gäste aus Köln mit einem Schock. Es waren gerade einmal 24 Sekunden gespielt, da lag der FC bereits zurück. Vorausgegangen war eine feine Kombination des VfB Stuttgart, die ihren Ursprung bei Gonzalo Castro hatte. Castro legte nach rechts raus zu Daniel Didavi, der wiederum Sasa Kalajdzic anspielte. Der Österreicher ließ prallen und Mangala vollendete aus 17 Metern mit ganz viel Gefühl. "Das war natürlich ein Nackenschlag für uns", sagte Kölns Torhüter Timo Horn dem ARD-Hörfunk. "Deshalb nehmen wir den einen Punkt gerne mit."

Andersson lässt Köln hoffen

Beinahe hätten die Stuttgarter in der 3. Minute direkt noch einmal jubeln dürfen, doch ein Freistoß von Didavi aus 25 Metern rauschte an die Latte. Der 1. FC Köln fand zunächst nicht in die Partie und schaute den Spielzügen des VfB oft nur hinterher. Der Ausgleich für die Kölner war daher eine Überraschung - und er fiel, nachdem Atakan Karazor Andersson im Strafraum gefoult hatte. Andersson trat selbst an und verwandelte eiskalt zum Ausgleich (23.).

Es war das Ende der Stuttgarter Dominanz, auch wenn das Team von Pellegrino Matarazzo weiterhin die bessere Spielanlage hatte. Köln spielte nicht ganz so ansehnlich, war aber nun deutlich besser im Spiel. Allerdings hatte der VfB kurz vor dem Ende der ersten Häfte noch die Chance, um erneut in Führung zu gehen: Ein Flachpass von Marcin Kaminski löste den Spielzug aus, Kalajdzic steckte wunderbar zu Tanguy Coulibaly durch, der allerdings an Kölns Torhüter Timo Horn scheiterte. Horn hatte die Situation erkannt und geschickt den Winkel für Coulibaly verkürzt (45.).

Kobel verhindert Stuttgarter Rückstand

Für die ersten beiden Aufreger in der zweiten Hälfte sorgte dann wieder der 1. FC Köln. Erst kam nach einem Pass von Limnios Andersson rechts im Strafraum zum Schuss, doch Stuttgarts Torhüter Gregor Kobel parierte im kurzen Eck stark (53.). Dann setzte Elvis Rexhbecaj einen Flachschuss aus 22 Metern wenige Zentimeter rechts neben das Tor (60.).

Der VfB Stuttgart hingegen kam anschließend nur noch selten gefährlich vor das Tor der Gäste. Waturu Endo köpfte erst über das Tor und dann daneben - mehr war lange nicht. In der 79. Minute erklang dann doch noch einmal die Torhymne, doch da war der Stadionsprecher etwas voreilig gewesen: Nach einem Pass von Darko Churlinov traf Nicólas Gonzalez nur den Pfosten - zudem hatte er im Moment des Abspiels hauchzart im Abseits gestanden. "Man darf nicht vergessen, wo wir herkommen. Wir kommen aus der 2. Liga", sagte Stuttgarts Trainer Matarazzo bei DAZN. "Wir hatten einen guten Saisonstart, aber das ändert nichts daran, dass wir erst einmal um den Klassenerhalt kämpfen werden in den nächsten Wochen und Monaten."

Für den VfB Stuttgart geht es am nächsten Freitag (30.10.2020) mit einem Auswärtsspiel bei Schalke 04 weiter. Der 1. FC Köln hat einen Tag länger Pause und empfängt dann den FC Bayern München.

Quelle: sportschau.de

Darstellung: