Spieler des SC Freiburg jubeln nach dem zweiten Tor gegen Borussia Dortmund. | dpa

Fußball-Bundesliga Freiburg beendet schwarze Serie

Stand: 06.02.2021 17:25 Uhr

Seit 2010 hatte der SC Freiburg gegen Borussia Dortmund nicht mehr gewonnen. Das änderte sich am 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga - womit der BVB einen weiteren herben Dämpfer im Kampf um die Champions League kassierte.

Sportschau

Der BVB musste sich am Samstag (06.02.2021) vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw mit 1:2 (0:0) geschlagen geben und kassierte die erste Bundesliga-Niederlage gegen die Badener nach 19 ungeschlagenen Partien in diesem Duell. Der zuvor letzte Sieg des SC Freiburg über Dortmund war im Mai 2010 - noch vor Dienstantritt des aktuellen Freiburger Trainers Christian Streich.

So zeigte sich Streich nach der Partie in der Sportschau auch augenzwinkernd zufrieden: "Wir probieren es ja auch schon viele Jahre. Jetzt haben wir gegen jeden mindestens mal ein Spiel gewonnen." Auch Vincenzo Grifo war bestens gelaunt: "Wir waren sehr, sehr griffig und ich glaube, heute haben wir unseren Zuschauern zu Hause eine tolle Freude bereitet."

Freiburger Doppelschlag

Wooyeong Jeong (49. Minute) und Jonathan Schmid (52.) mit einem Doppelschlag ließen die heimstarken Freiburger am Samstag in ihrem 700. Bundesligaspiel jubeln. BVB-Keeper Marwin Hitz sah beim zweiten Gegentor nicht gut aus. Nur Toptalent Youssoufa Moukoko traf für die Gäste (76.), die damit mit Trainer Edin Terzic die nächste herbe Enttäuschung im Kampf um das Minimalziel wegstecken müssen. Die anvisierten Champions-League-Ränge rückten weiter weg.

"Es ist total nervig und ärgerlich, jetzt hier zu stehen und wieder über die gleichen Dinge zu reden", erklärte Terzic anschließend in der Sportschau. "Aber es bleibt uns nichts anderes übrig, als positiv zu bleiben, weiter hart zu arbeiten und immer bereit zu sein, den Extra-Meter zu machen." Kurz und knackig beschrieb Kapitän Marco Reus die Stimmungslage: "Wie soll es uns gehen? Scheiße natürlich."

Vielversprechender Auftakt für den BVB

Dabei war der BVB mit einer klaren Absicht ins Schwarzwald-Stadion gereist. Der Klub wolle jetzt "eine Serie starten", hatte Dortmunds Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl vor der Partie angekündigt. Doch daraus wurde nichts. Dabei fing es vielversprechend an: Nach vier Minuten knallte Nationalspieler Emre Can den Ball an die Latte. Wenige Minuten später musste Freiburgs Torhüter Florian Müller in höchster Not gegen Torjäger Erling Haaland retten (12.). Es blieben die gefährlichsten Szenen des Favoriten in der ersten Halbzeit, in der auch die Freiburger zu guten Chancen kamen.

Hitz' Patzer beim zweiten Gegentreffer

Die Gastgeber gestalteten die Begegnung auch Mitte der ersten Hälfte weitgehend offen. Vom BVB kam im ersten Durchgang zu wenig. Dann waren es die Freiburger, denen der glänzende Auftakt in den zweiten Abschnitt gelang. Erst war es der Südkoreaner Jeong, der aus gut 20 Metern unbedrängt vollstreckte. Beim Treffer von Schmid kurz darauf half BVB-Torwart Marwin Hitz kräftig mit. Hitz war beim Schuss von der rechten Strafraumkante aufs kurze Eck zwar am Ball, das 0:2 verhinderte er aber nicht. Der Schweizer blieb erst mal mit dem Kopf nach unten auf dem Rasen hocken. Toptalent Moukoko traf nach einer guten Stunde den Pfosten - sorgte dann aber später nach Vorlage von Haaland dafür, dass die Dortmunder hoffen durften. Der Favorit drängte auf den Ausgleich, schaffte diesen aber nicht mehr. Moukoko vergab die letzte Chance.

Freiburg tritt am nächsten Samstag (15.30 Uhr) bei Werder Bremen an, zeitgleich empfangen die Dortmunder die TSG Hoffenheim.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Februar 2021 um 20:00 Uhr.