Bundesliga-Spiel Hertha-Frankfurt | Bildquelle: REUTERS

Bundesliga Hertha gibt Führung in Frankfurt her

Stand: 06.12.2019 22:23 Uhr

Lange Zeit sah es für Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga bei Eintracht Frankfurt nach dem ersten Sieg unter Trainer Jürgen Klinsmann aus. Doch am Ende gaben die Berliner eine Zwei-Tore-Führung noch aus der Hand.

Dodi Lukebakio (30. Minute) und Marko Grujic (63.) schossen am Freitag (06.12.2019) eine 2:0-Führung für Berlin heraus. Frankfurt kam durch Martin Hinteregger zum Anschlusstreffer (66.) und in der Schlussphase durch Sebastian Rode noch zum 2:2 (0:1)-Ausgleich (86.).

"Das war ein Riesenschritt nach vorne", meinte Hertha-Trainer Klinsmann in Bezug auf die Niederlage in der Vorwoche gegen Dortmund, "auch wenn man 2:0 führt, die drei Punkte mitnehmen will." Die Berliner beendeten zwar ihre Serie von vier Niederlagen in Folge, bleiben aber mit zwölf Punkten auf Relegationsplatz 16. Frankfurt konnte nach drei verlorenen Ligaspielen den Abwärtstrend etwas stoppen und rangiert mit 18 Zählern im Mittelfeld. Eintracht-Coach Adi Hütter war zwar mit der Leistung, aber nicht mit dem Ergebnis zufrieden: "Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Für den Aufwand war das zu wenig Ertrag."

Grujic und Lukebakio schalten schnell

In einer intensiven Partie, in der die Berliner mit viel Biss in die Zweikämpfe gingen, hatte Eintracht Frankfurt zunächst die besseren Ansätze nach vorne. Aber Hertha BSC schlug eiskalt zu. Bei einem schnellen Gegenstoß leitete der starke Grujic auf dem linken Flügel zwischen zwei Gegenspielern durch auf Lukebakio weiter. Der sprintete den Frankfurtern davon und traf aus spitzem Winkel ins lange Eck (30.).

Klinsmann: "Unentschieden geht absolut in Ordnung"
Klinsmann: "Unentschieden geht absolut in Ordnung"

Den vermeintlichen Ausgleich durch Daichi Kamada (38.) wenig später nahm Schiedsrichter Christian Dingert nach Ansicht der Videobilder zurück, weil Filip Kostic in der Entstehung Berlins Niklas Stark auf der Außenbahn umgerissen hatte. Frankfurt blieb bis zum Pausenpfiff optisch überlegen, aber ohne die ganz klaren Chancen.

Berlin mit hohem Aufwand

Auch in Halbzeit zwei biss sich Frankfurt an sehr engagierten und griffigen Gäste zunächst die Zähne aus. Berlin verteidigte mit viel Aufwand und zeigte sich nur selten vorne. So fiel das 2:0 auch eher überraschend nach einem Standard. Ein Freistoß fand nach Verlängerung Dedryck Boyata, der vom linken Pfosten auf Grujic quer legte (63.). Nur drei Minuten später war Frankfurt zurück im Spiel - ebenfalls nach Standard. Ein Eckball landete bei Almamy Touré, der Hinteregger anköpfte - 1:2 (66.).

In einer hektischen Schlussphase mit vielen Nickligkeiten kämpfte Frankfurt um den Ausgleich. Danny da Costa scheiterte mit einem Schuss aus 18 Metern an Hertha-Torwart Thomas Kraft (76.). Auch einen Schlenzer von Kostic lenkte Kraft noch am Tor vorbei (83.). Aber dann kam Rode: Nach einer Ecke verlängerte Hinteregger auf das zweite Fünfereck. Dort stand der eingewechselte Rode völlig frei und drückte den Ball per Direktabnahme zum 2:2 ins Netz (86.).

Am 15. Spieltag empfängt Hertha BSC im Berliner Olympiastadion den SC Freiburg (Samstag, 14.12.2019, 15.30 Uhr). Eintracht Frankfurt spielt zunächst unter der Woche am letzten Spieltag der Europa League am Donnerstag (18.55 Uhr) gegen Vitoria Guimaraes um den Einzug in die K.o.-Runde. In der Bundesliga geht es danach am Sonntagabend zum FC Schalke 04.

Thema in: Sportschau, Das Erste, Samstag, 07.12.2019, 18 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 06. Dezember 2019 um 23:00 Uhr.

Darstellung: